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Vorwurf gegen Ego-Shooter

Humvee-Hersteller verklagt Anbieter von «Call of Duty»

New York (dpa) - Der Hersteller der Humvee-Fahrzeuge der US-Armee hat die Macher des Videospiel-Hits «Call of Duty» verklagt, weil sie die markanten Wagen ohne Erlaubnis in ihre Software eingebaut hätten.

veröffentlicht am 09.11.2017 um 10:41 Uhr
aktualisiert am 13.11.2017 um 09:40 Uhr

Besucher der Gamescom warten im Sommer in Köln vor dem Stand für das Spiel «Call of Duty». Foto: Oliver Berg

Der Fahrzeugbauer AM General wirft dem Spielekonzern Activision Blizzard vor, er habe sich dadurch auf unfaire Weise bereichert, und will Unterlassung, Schadenersatz und Bußgelder.

AM General macht in der am Dienstag (Ortszeit) in New York eingereichten Klage eine Verletzung der Markenrechte und des geschützten Aussehens der Fahrzeuge geltend. Die über 50 Seiten lange Klage ist illustriert mit vielen Screenshots aus dem Spiel. Es geht um acht Versionen des Games aus dem Genre der sogenannten Ego-Shooter, die ein Jahrzehnt zurückreichen. Zudem greift AM General aber auch die Verletzung seiner Rechte bei an «Call of Duty» angelegten Spielwaren und Fanartikeln an. Der Fahrzeugbauer will einen raschen vorläufigen Verkaufsstopp und die dreifache Schadensumme, weil Activision Blizzard mit Vorsatz gehandelt habe.

AM General hat seit der Markteinführung 1986 rund 278.000 Humvees verkauft, deren offizieller Name High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (HMMWV) ist. Von den «Call of Duty»-Spielen wurden allein bis zum vergangenen Jahr rund 250 Millionen Exemplare verkauft, die einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar einbrachten.

Activision Blizzard äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die Kalifornier teilten am Mittwoch allerdings mit, dass die jüngste Ausgabe des populären Videospiels, «Call of Duty: WWII», bereits in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung mehr als eine halbe Milliarde Dollar eingespielt habe.

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