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Annastraße: Alte Linde wird gefällt / Neue Deckschicht: Ausschuss legt Straßenliste fest

Hünenbrink: Mehr Sicherheit für Schulkinder

Obernkirchen (rnk). Ob die alte Linde in der Annastraße gefällt werden muss oder nicht, das interessierte Ratsherr Heinrich Struckmeier (CDU) vor allem aus einem Grund: "Schließlich ist Brennholzzeit", scherzte er im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Nichts zu lachen hat dagegen der Baum: Ein Baumgutachter ihn mittlerweile untersucht, das Ergebnis ist eindeutig: Im Wurzelbereich ist er von Pilzen durchdrungen, die Linde ist nicht mehr zu retten und wird gefällt.

veröffentlicht am 22.01.2008 um 00:00 Uhr

Am Hünenbrink gibt es bereits Maßnahmen, die den Verkehr beruhig

Die Frage, was mit dem Baum geschehen soll, war in der Diskussion um die Prioritätenliste aufgekommen, die die Ausschussmitglieder für die Verwaltung erstellen sollen: Welche Straßen sollen 2008 eine neue Deckschicht erhalten? Insgesamt 130 000 Euro stehen zur Verfügung. Weil sich im Ausschuss herausstellte, dass die Admiral-Scheer-Straße allein mit einer neuen Deckschicht nicht zu sanieren ist, fiel die Straße aus der Prioritätenliste raus. Hereingekommen sind dafür Waldstraße, Glatzer Straße, Weidkamp, Am Kohlenberg und Am Spielplatz. Der Hünenbrink, so waren sich die Mitglieder im Ausschuss schnell einig, wird in diesem Jahr gemacht. 43 000 Euro wird die Maßnahme kosten, außerdem wird dort eine Tempo-30-Zone eingeführt und am Anfang und Ende der Straße sollen bauliche Maßnahmen dafür sorgen, dass auf dem Hauptschulweg der Kinder langsamer gefahren wird. Nachdem die Frage nach der Gesundheit der Linde beantwortet ist, wird auch die Annastraße 2008 eine neue Deckschicht erhalten. Dirk Rodenbeck (CDU) hatte im Ausschuss allen Grund zur Freude, denn auch die Ringstraße hat das Auswahlspielchen überstanden: 27 200 Euro stehen bereit, um in Gelldorf die größten Mängel an dieser Straße abzustellen. Die Waldstraße wurde von den Ausschussmitgliedern zurückgestellt, dem Weidkamp ging es auch nicht besser. Somit bleibt die Glatzer Straße, für die 21970 Euro bereit stehen. Da die Straßen Kohlenberg und "Am Spielplatz" mit relativ geringen Mitteln eine neue Deckschicht erhalten könnten, dürfen sie weiter hoffen: Bleibt Geld über, kommen sie noch in diesem Jahr zum Zug. In die sprichwörtlichen Flicken gerieten sich Thomas Stübke (Grüne/Wir) und Karl-Heinz Struckmeier (SPD bei der Frage, ob der Berlitzweg eine Teerdecke erhalten wird. Der Stadt fehlt nämlich ein Instrument, um die Anlieger an den Kosten zu beteiligen, rein rechtlich ist aus Sicht der Verwaltung gar nichts zumachen. Struckmeier will daher mit allen Anliegern sprechen, ob sie sich freiwillig beteiligen und ihren Anteil der Kosten übernehmen werden. Stübke schlug dann - eher im Scherz - vor, das Geld für die Planungen aus den Verfügungsmitteln des Ortsvorstehers - das ist in diesem Fall Struckmeier -zu nehmen. "Das kommentiere ich nicht", erwiderte Struckmeier, um danach genau dies zu tun: "So etwas Bescheuertes", brummte er verärgert. Mit seinem Vermittlungsversuch, den Struckmeier schon in der letzten Sitzung vorgeschlagen hatte, wird er sich noch Zeit nehmen müssen: Es gibt noch keine Zahlen über die Kosten. Und das dürfte das Einzige sein, was die Anlieger wirklich interessiert.



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