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Vereinsmitglieder von "Berner Sennenhunde in Not" besuchen Felix bei der Rintelner "Lebenshilfe"

Hüftschaden: Als Welpe im Lift eingeklemmt?

Rinteln (who). Felix heißt der Berner-Sennenhund-Rüde mit den großen treuen Augen, der im Oktober bei der "Lebenshilfe" an der Waldkaterallee eingezogen ist. Schnell ist er zum Liebling der Heimbewohner geworden. Kürzlich hatte er Besuch von rund 30 seiner vierbeinigen Artgenossen, beim Treffen des Vereins "Berner Sennenhunde in Not e.V.".

veröffentlicht am 26.03.2008 um 00:00 Uhr

Artig wartend versammeln sich die Hunde um Norma Puchstein, als

Angefangen hat alles damit, dass "Lebenshilfe" -Geschäfts führer Herbert Meier bei der Suche im Internet nach einem passenden Hund seinen Felix über den Verein gefunden hatte. Der kümmert sich speziell um die Vermittlung von Berner Sennenhunden in Pflegestellen und an liebevolle Halter. Norma Puchstein aus Duisburg ist Mitgründerin und stellvertretendeVorsitzende des Vereins und erklärt, worum es geht: Die Rasse ist zurzeit besonders beliebt, und weil viele Leute zwar gerne einen "Berner Senn" haben möchten, aber nicht den regulären Preis von um die 1000 Euro für einen Welpen ausgeben wollen, bieten unseriöse Züchter Hundebabys aus regelrechten Vermehrungsbetrieben für wenige 100 Euro an. Diese Welpen aus unsachgemäßer Zucht haben nicht selten Entwicklungsdefizite mit körperlichen und geistigen Mängeln. Als Folge werden die Hunde ausgesetzt oder bestenfalls in Tierheimen abgegeben. Dazu kommen die Elterntiere, die durch die unverhältnismäßige Beanspruchung in der exzessiven Zucht regelrecht verbraucht oder sogar krank sind. "Berner Sennenhunde in Not" holt diese Hunde aus den Heimen oder von Züchtern, für die sie wertlos geworden sind und gibt ihnen ein besseres Leben. Auch Felix, der "Lebenshilfe"-Hund, hat vorher viel durchgemacht, berichtet Herbert Meier. Eine Familie hatte ihn abgegeben mit einem Hüftschaden, angeblich eine Folge davon, dass er als halbjähriger Welpe sein Hinterteil in der Tür eines Aufzugs eingeklemmt hatte, der Verein hat ihn in den Niederlanden operieren lassen. Das Prozedere ist in jedem Fall gleich, erläutert Norma Puchstein: "Interessenten bewerben sich um den jeweiligen Hund, und wir prüfen bei einem Hausbesuch, ob Hund und Bewerber zusammenpassen. Und auch in der Folgezeit überzeugen wir uns davon, ob es dem Tier auch wirklich gut geht." Nachdem Felix im vergangenen November bereits einer kleinen Gruppe von vier- und zweibeinigen Besuchern seines Vereins gezeigt hatte, wie wohl er sich bei der "Lebenshilfe" Rinteln fühlt, sollen auch dem jetzigen Treffen noch weitere Begegnungen in Rinteln folgen.



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