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Erfreulich: Bückeburger Feuerwehr übt lediglich den Ernstfall / Wärmebildkamera im Einsatz

Hubschrauberhalle brennt: Menschen gerettet

Bückeburg (sig). Das schien wie abgesprochen: Soeben hatten noch Schaustellerfahrzeuge auf der Zufahrt zum Sablé-Platz rangiert, da rauschten schon nacheinander der Einsatzleitwagen und zwei Löschzüge der Feuerwehr heran. Sie hatten kein Martinshorn an. Das geschah offensichtlich mit Rücksicht auf die Bewohner der Innenstadt. Und es hätte auch am Dienstagabend schnell zu einem Auflauf beim Hubschraubermuseum geführt, dem dieser Einsatz galt.

veröffentlicht am 25.10.2007 um 00:00 Uhr

Der erste "Mann" kann sicher aus dem oberen Gebäudebereich des H

Das vorweg: Es handelte sich erfreulicherweise nicht um einen Ernstfall. Ortsbrandmeister Oliver Koß und Zugführer Ralf Panske hatten zusammen die Aufgaben für eine Übung ausgearbeitet, in deren Mittelpunkt das Hubschraubermuseum stand. Jene Einrichtung, die schon aufgrund ihrer wertvollen Exponate und Dokumente zu den besonders schützenswerten Gebäuden Bückeburgs zählt. Ein Feuer in diesem Gebäudekomplex könnte Unwiederbringliches vernichten. "Umso sinnvoller ist es, hier wieder einmal eineÜbung abzuhalten, damit unsere Männer sich in diesem Bereich auskennen, wenn einmal ein Ernstfall eintreten sollte", erklärte der stellvertretende Ortsbrandmeister Erwin Tatge, der diesen Einsatz leitete. Nach dem vorliegenden Plan sollte ein "Brand" bekämpft werden, der in der Werkstatt im Kellergeschoss ausgebrochen war. Durch nicht verschlossene Türen soll sich der Rauch in der Eingangshalle, in ein Treppenhaus, in den Fluren des Altbaues sowie in der Ausstellungshalle verbreitet haben. Angenommen wurde, dass sich zu diesem Zeitpunkt insgesamt noch fünf Personen im Gebäude befinden. Nach der gegen 20.10 Uhr erfolgten Alarmierung kamen mit dem Einsatzleitwagen zwei Löschzüge mit insgesamt 25 Feuerwehrmännern. Einer der beiden Löschzüge rückte über die Sackstraße an, der andere über die Zufahrt zum Sablé-Platz. Die Wasserversorgung wurde mit zwei Hydranten sichergestellt. Insgesamt zehn Träger von Atemschutzgeräten begaben sich auf die Suche nach den fehlenden Personen, die sich in der Ausstellungshalle und in der Bibliothek befinden sollten. Diese Aufgabe war alles andere als einfach. Durch eine auf die Atemmaske aufgebrachte Selbstklebefolie wurden bei einigen nämlich ähnlicheSichtverhältnisse erzeugt wie bei einer starken Rauchentwicklung. Es war speziell in der engen Werkstatt schwierig, sich entlang der Geräte und Werkzeuge seinen Weg zu bahnen und nach Menschen zu suchen, die dort ohnmächtig geworden sein sollten. Aber die Männer mit den Atemschutzgeräten schafften es schließlich durch ihre engagierte Zusammenarbeit. Zusätzlich wurden mit der Drehleiter aus geöffneten Fenstern im ObergeschossPersonen oder Puppen gerettet, unter anderem mit einer Trage, die auf dem Rettungskorb befestigt wurde. Wichtige Hilfe leistete bei der Suche eine Wärmebildkamera, die natürlich nur dann sinnvoll ist, wenn es sich nicht um Puppen handelt. Erst Menschenrettung, dann die Brandbekämpfung und schließlich das Belüften aller Räume - diese Aufgaben sind nach Auffassung der Einsatzleitung gut gelöst worden. Dass es bei der Feinabstimmung immer ein paar Dinge gibt, die sich noch etwas verbessern lassen, wurde aber auch nicht übersehen.

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