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"Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird" / Hilfe im Alltag

Hospizverein bietet Gruppe für Trauernde an

Rinteln (rd). Der Hospizverein Rinteln gibt allen Menschen, die Erfahrungen mit Trauer, Verlust und Abschied gemacht haben, die Möglichkeit, diese Gefühle in einer Gruppe gemeinsam anzusprechen und zu verarbeiten. Die offene Gruppe trifft sich alle drei Wochen dienstags im Gut Exten, abends zwischen 18 und 19.30 Uhr.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

Verlust und Abschied von Menschen treffen trauernde Hinterbliebene in allen Bereichen des Lebens: Die gemeinsame und eigene Lebensplanung steht plötzlich in Frage, die Trauernden erleben vielfältige, einander widersprechende Gefühle und machen Erfahrungen, die so noch nicht bekannt waren - selbst mit Menschen, denen man sich eng verbunden fühlt. Und viele fragen sich vielleicht, wo sie in einer schnellen, leistungsorientierten Welt mit solchen Erlebnissen einen Platz haben. Zu trauern macht nicht krank, aber nicht zu trauern, kann dramatische Auswirkungen haben. "Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das weiß, dass es sterben wird. Die Verdrängung dieses Wissens ist das einzige Drama des Menschen", bemerkt der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt. Eine Gruppe kann hilfreich sein, in der Trauer nicht alleine zu sein, sondern sich mit anderen Betroffenenüber all das Neue, Ungewöhnliche, aber auch das scheinbar Alltäglich-Banale auszutauschen, was einem jetzt passiert. Denn: "Das Bewusstsein unserer Sterblichkeit ist ein köstliches Geschenk, nicht die Sterblichkeit allein, die wir mit den Molchen teilen, sondern unser Bewusstsein davon. Das macht unser Dasein erst menschlich" (Max Frisch). Darum kann es gehen, zu entdecken: Trauern heißt menschlich Leben. Kontakt: Anfragen und Anmeldungen bitte an den Hospizverein Rinteln, Stephan Lorenz, (05751) 918450.

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