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Eltern wollen 17 Kinder anmelden / Initiative verunsichert: "Was passiert 2008?"

Hort in Berlin-Schule: Sollstärke ist erreicht

Samtgemeinde Nenndorf (fox). Der für die Berlin-Schule geplante Hort mit Starttermin 1. August nimmt immer konkretere Formen an. Im Samtgemeindeausschuss hat Bürgermeister Bernd Reese den Mitgliedern am Donnerstag die neuesten Informationen zum Sachstand vorgestellt. Die Eltern von insgesamt 14 Kindern haben inzwischen direktes Interesse für diese Betreuungsform zum "Stichtag" bekundet. Drei weitere Kinder könnten zum 1. September angemeldet werden.

veröffentlicht am 07.04.2007 um 00:00 Uhr

Susanne Böhm (l.) mit Sohn Arne und Svenia Knüttel mit Tara und

Samtgemeinde und Elternvertreter sehen dem 1. August mit Spannung entgegen. Sowohl in Haste als auch in Bad Nenndorf sollen von diesem Datum an Hortbetreuungen angeboten werden. Das Konzept steht bereits. Wie Ordnungsamtsleiter Kurt Junior auf Anfrage mitteilte, liegen der Samtgemeinde als Resonanz auf eine Bedarfs-Umfrage für den Hort in der Berlin-Schule insgesamt 17 direkte Interessen vor. Dem Hort an der Bahnhofstraße liegen damit nun keine Steine mehr im Weg, 40 000 Euro stehen für Investitionen bereit. Wie Junior erklärte, habe sich das Jugendamt des Landkreises in einer Vorab-Info für eine Betriebserlaubnis ausgesprochen. In der Schule selbst sind anfängliche Reibereien inzwischen beigelegt. Da die Hort-Gruppe im Raum der Schülerbibliothek untergebracht werden soll, gab es zunächst Interessenkonflikte. Wie Schulleiter Torsten Rolke im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigte, gebe es einen Konsens: Die Bücherei könne hausintern verlegt werden. Schulelternrats-Mitglied Beate Klug zeigte sich zufrieden. "Wir begrüßen den Hort, solange dieser nicht zu Lasten des Angebotes für die Grundschüler geht." Dies sei nun vorerst erreicht. Die Nachricht freut auch die Initiatorinnen der vor einem Jahr gegründeten "Initiative Hort", Svenia Knüttel und Susanne Böhm. Diese hatten den Bedarf an Hortplätzen in der Samtgemeinde in Eigenarbeit festgestellt und der Verwaltung vorgelegt. Für das Schuljahr 2006/2007 ermittelten sie 25 Plätze. Der Bedarf steige der Initiative zufolge bis 2009/2010 auf 49Plätze an. Diese Verdoppelung wirft sowohl bei der Initiative, als auch bei den Elternvertretern Fragen auf. "Was passiert 2008?" Knüttel und Böhm sind verunsichert. Wie Schulleiter Rolke erklärte, wird im nächsten Jahr dreieinhalbzügig eingeschult. Es wird also absehbar enger in der Berlin-Schule. Die geplante Hort-Gruppe umfasst maximal 20 Kinder. Die Initiative prophezeit, dass die vorhandenen Räume deshalb nicht ausreichen werden. Eckart Hermann, Vorsitzender des Samtgemeindeelternrates, untermauert diese Ansicht. Böhm hat zudem vernommen, dass es bereits Diskussionen um die Einführung einer offenen Ganztagsschule an der Bahnhofstraße gibt. Dieses wäre laut Junior erst 2008 möglich. "Sollten die Hort-Zahlen nicht explodieren, könnte man das zugesicherte Geld eventuell anderweitig in die Berlin-Schule investieren", äußerte sich Rolke zum Thema offene Ganztagsschule. Diese würde das Raumproblem entschärfen. Denn im Gegensatz zum Hort könnten die Klassenräume für die Nachmittagsbetreuung mitgenutzt werden. Wie es mit dem geplanten Hort in der Berlin-Schule 2008 weitergeht sowie die Klärung der Fragen zum Erzieher-Personal in der Gruppe, erhoffen sich Initiative und Elternvertreter aus einem Informationsgespräch mit der Verwaltung. Dieses soll nach Auskunft Juniors kurz nach den Osterferien stattfinden. Zuvor wolle die Samtgemeinde sich mit der Schule eingehend beraten.



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