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Heimische Aussteller ziehen positives Fazit der Ligna

Holz-Experten zeigen der Wirtschaftskrise die Zähne

Hannover (fh). Wirtschaftskrise ja, Depression nein: Die weltgrößte Fachmesse für die Holzwirtschaft, die Ligna in Hannover, schrumpfte in diesem Jahr zwar gegenüber der letzten Auflage im Jahr 2007, die Stimmung bei den heimischen Ausstellern trübte das jedoch nicht.

veröffentlicht am 27.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Holz-Experten

Obwohl die Messe fast 22 Prozent weniger Besucher verzeichnete (wir berichteten) – die Qualität der Kontakte habe gestimmt, berichtet Ulrich Schmitz, Inhaber und Geschäftsführer von MS-Maschinenbau in Fischbeck: „2007 waren mehr Leute da, allerdings auch viele Nicht-Entscheidungsträger.“ Sein Unternehmen zog dank der Ligna bereits konkrete Aufträge an Land, bei weiteren „sind wir in sehr konkreten Endverhandlungen“, so Schmitz gestern. An einem großen Stand auf der Freifläche präsentierten die Fischbecker zwölf Maschinen. Besonderes Interesse weckte bei den Besuchern aus mehr als 40 Ländern ein neuer Trommelhacker zur Zerkleinerung von Abfallhölzern.

Ein Einfamilienhaus in der Messehalle

Neuheiten bot auch die auf dem Hamelner Hefehof ansässige Firma Electronic Wood Systems (EWS). Hauptsächlich handelte es sich um neue Kalibrierverfahren, die in den Qualitätsmessanlagen der Span- und Faserplattenindustrie eingesetzt werden. Auffallend viele Standbesucher aus Indien, Pakistan und dem Iran habe man verzeichnet. Diese hätten allerdings vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise versucht, „Kaufabschlüsse mit außergewöhnlichen Preisnachlässen zu erzielen“, stellt Geschäftsführer Hauke Kleinschmidt fest. Dennoch konnte EWS einen Auftrag aus Pakistan abschließen, der als kommerzieller und strategischer Erfolg betrachtet wird.

Auch für Gruse Maschinenbau aus Aerzen habe sich der Auftritt in Hannover gelohnt, berichtet Silke Hothan: „Es gab mehrere Anfragen, aus denen zum Teil schon etwas geworden ist.“

Einen ganz besonderen Messeauftritt bot Meisterstück-Haus aus Hameln: In Messehalle 17 hatte das Unternehmen ein ganzes Einfamilienhaus aus vorgefertigten Holzbauelementen errichtet. Das besondere Gewicht der Präsentation lag dabei auf energetischen und ökologischen Aspekten, erklärt Juniorchef Markus Baukmeier. Der Besucherrückgang fällt auch für ihn nicht sonderlich ins Gewicht. Was zähle, sei die Substanz der Gespräche.

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