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Udo Ogrodowski verkauft Groß Berkeler Firma / „Im Verbund der Kendrion-Gruppe Kurs halten“

Holländischer Konzern übernimmt Magneta

Groß Berkel (cb). Das Unternehmen Magneta in Groß Berkel steht seit gestern unter neuer Führung. Der Gründer und Geschäftsführer Udo Ogrodowski verkaufte seine hundertprozentigen Anteile an den niederländischen Konzern Kendrion N.V. Bislang habe er das Schiff Magneta allein gesteuert, sagte der 66-jährige Ogrodowski, der nun seine altersbedingte Nachfolge im Interesse des Unternehmens und seiner Belegschaft gesichert wissen wollte.

veröffentlicht am 01.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Groß Berkel (cb). Das Unternehmen Magneta in Groß Berkel steht seit gestern unter neuer Führung. Der Gründer und Geschäftsführer Udo Ogrodowski verkaufte seine hundertprozentigen Anteile an den niederländischen Konzern Kendrion N.V. Bislang habe er das Schiff Magneta allein gesteuert, sagte der 66-jährige Ogrodowski, der nun seine altersbedingte Nachfolge im Interesse des Unternehmens und seiner Belegschaft gesichert wissen wollte. „Im Verbund der Kendrion-Gruppe soll Magneta weiter Kurs halten.“ Das börsennotierte Unternehmen in Amsterdam mit 1100 Mitarbeitern und 150 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2009 ist in 10 Ländern weltweit vertreten. „Mit Kendrion N.V. ergeben sich durch die internationale Positionierung des Unternehmens und die breite Produktpalette elektromagnetischer Anwendungen Synergien für Magneta sowohl im Automotive- als auch im Industrial-Marktsegment“, heißt es in einem Schreiben, das Udo Ogrodowski und der neue Geschäftsführer Laurent Lebas zum 1. März an die Geschäftspartner verschickten. „Damit wurde ein finanzstarker Partner zur nahtlosen Weiterführung der Geschäfte gefunden.“ Zu den ersten Aufgaben des neuen Geschäftsführers gehörte es gestern übrigens, die Verträge von vier befristet eingestellten Mitarbeitern zu verlängern. Damit sind in dem Groß Berkeler Unternehmen am Dibbetweg 44 Frauen und Männer beschäftigt.

Magneta, Zulieferer für internationale Großunternehmen, entwickelt und fertigt Elektromagnetkupplungen und Elektromagnetbremsen, die beispielsweise in Kopiergeräten, Aufzügen, Textilmaschinen oder in der Fördertechnik zum Einsatz kommen. Die Produktgruppen waren 1999 von der Lenze-Gruppe im Zuge einer strategischen Neuausrichtung an ihren langjährigen Leiter dieses Geschäftsbereiches, Udo Ogrodowski, verkauft worden. Vom Start an sehr erfolgreich sei die Gründung von Magneta gewesen, so der bisherige Geschäftsführer, auch die aktuelle Krise sei „nahezu unbeschadet überstanden worden“. Die Suche nach einem Nachfolger habe er sich nicht einfach gemacht, wie der 66-Jährige betont. In Kenntnis des Marktes habe er Kendrion N.V. gezielt angesprochen, weil „es das Vernünftigste, auch für die Mitarbeiter, ist“. Ogrodowski hat für ein Jahr einen Beratervertrag erhalten, um die Übergangsphase zu begleiten. „Magneta passt gut zu uns“, meinte Heinz Freitag, im Vorstand für das operative Geschäft der gesamten Kendrion-Gruppe verantwortlich. Das gelte sowohl für die Produkte wie auch die Märkte, so Freitag, der in Villingen tätig ist, wo die Niederländer ebenfalls ein Unternehmen übernommen hatten. Der Geschäftsführer vor Ort in Groß Berkel ist mit dem 32-jährigen Laurent Lebas ein Mitarbeiter von Kendrion, der Ingenieur ist und vertriebsorientiert im Unternehmen Erfahrungen gesammelt hat. Der Konzern produziert elektromagnetische Komponenten beispielsweise für Maschinen, Fahrzeuge, Aufzüge und Roboter, wobei er auf Kundenreferenzen wie von Bosch, Siemens, Daimler und Hyundai verweist.

Bürgermeister Bernhard Wagner kündigte gestern seine Unterstützung für die neuen Eigentümer an. Er nehme wohlwollend zur Kenntnis, dass das Unternehmen, das von Udo Ogrodowski erfolgreich aufgebaut worden sei, zukunftsorientiert am Standort Groß Berkel fortgeführt werden solle.



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