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Bergdorfs Ortsvorsteher Gerhard Vogel will Tempo drosseln

Hohes Verkehrsaufkommen bleibt herausragendes Thema

Bergdorf (bus). Das unverändert hohe Verkehrsaufkommen auf der Kreisstraße 10 und insbesondere die große Zahl der hier mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Verkehrsteilnehmer bleiben die herausragenden Themen der Bergdorfer Lokalpolitik. Die Auswertung einer im Juli dieses Jahres organisierten Zählung ergab, dassbis zu 20 Prozent der Autofahrer die Ortschaft mit mehr als 70 "Sachen" passieren. "Das ist eindeutig zuviel", stellt Gerhard Vogel fest, der aus den Kommunalwahlen erneut als Ortsvorsteher hervorging.

veröffentlicht am 22.11.2006 um 00:00 Uhr

Gerhard Vogel geht in die fünfte Amtszeit.

Für Vogel, der jetzt seine fünfte Amtszeit begann, drücken die absoluten Zahlen den Missstand noch deutlicher aus als prozentuale Angaben. Danach waren während des eine Woche umfassenden Messzeitraums 4640 Autos mit mehr als 70 Stundenkilometer unterwegs. Gerhard Vogel will nach Absprache mit Bürgermeister Reiner Brombach eine "mobile" Querungshilfe nach der Art, wie sie an der Steinberger Straße montiert ist, beantragen. Diese Sorte Tempobremse müsste auch eingedenk der leeren städtischen Kassenlage finanzierbar sein, meint der Ortsvorsteher. Als möglichen Standort sieht Vogel die Bushaltestelle in Höhe der Einmündung "Auf dem Siek". Eine aufschraubbare Querungshilfe stelle zwar keine Ideallösung dar, sei aber wohl am ehesten zu realisieren. Die aktuellen Messungen bestätigen die prozentuellen Erkenntnisse einer Zählung vom November 2002 - allerdings mit dem Unterschied, dass die Apparate vor vier Jahren 22 631 und in diesem Sommer 28 362 Kraftfahrzeuge registrierten. Gegenüber dem Verkehrsproblem treten die anderen Notizen auf Vogels Themenzettel für die Ortschaft ein wenig in den Hintergrund. Nach wie vor erstrebenswert erscheint dem Ortsvorsteher die Ausweisung eines etwa 20 Plätze großen Baugebiets. An der Straße "Auf dem Siek" präsentiert sich eine 1992 vom SPD-Ortsverein spendierte Sitzgruppe in sehr marodem Zustand. Und auf der Harrlstraße gibt es einigen Ärger wegen sehr großer Schlaglöcher. Als Erfolgsmodell gilt in Bergdorf die Aufstellung von zwei "Hundetüten"-Spendern. "Das Angebot wird sehr gut angenommen", berichtet Vogel. Ebenso erfolgreich verlaufe die Zusammenarbeit mit Rosemarie Steinert, die den Ortsteil im Stadtrat repräsentiert. "Die Kombination hat sich bewährt." Vogel macht die Bergdorfer noch auf den traditionellen Schnatgang - es wird die 19. unter seiner Regie organisierte Ortsbegehung sein - aufmerksam. Voraussichtlicher Termin der 2007er Auflage: Sonnabend, 17. Februar, nächsten Jahres.

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