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Ortsverein Hohenrode/Strücken für Tempo 20 und gegen Krankenhaus-Privatisierung

Hoffmann seit 60 Jahren in der SPD

Hohenrode (rd). Bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Hohenrode/Strücken wurde Günter Hoffmann (91) für seine 60-jährige Mitgliedschaft und seine ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenen Funktionen des Ortsvereins, aber auch als Mitglied im Ortsrat durch den Vorsitzenden Bernd Wübker geehrt, der ihm eine Urkunde des SPD-Bundesvorsitzenden Kurt Becküberreichte.

veröffentlicht am 20.02.2008 um 00:00 Uhr

Bernd Wübker und Gerlinde Göldner-Dorka ehren Günter Hoffmann (M

Hoffmann erklärte, dass es für ihn, trotz seiner Arbeitgeberfunktion als Tischlermeister, keinen Unterschied zu seinen Arbeitern gab: "Wir saßen alle im gleichen Boot, arbeiteten für einen Neuanfang, und ich war nach den Kriegserlebnissen gegen eine Wiederbewaffnung, deshalb trat ich 1948 in die SPD ein." Außerdem wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD Fritz Köster, und für ihre jeweils 25-jährige Mitgliedschaft Hannelore Kassner sowie Peter Kalkofen geehrt. Danach fanden Vorstandsvorwahlen statt, wobei Bernd Wübker als Vorsitzender, Gerlinde Göldner-Dorka und Tilmann Jäger als Stellvertreter, Andreas Radtke als Schriftführer, sowie Hubert Kruhl als Kassierer in ihrem Amt jeweils bestätigt wurden. Als Beisitzer wurde Jan Struckmeier neu gewählt, Heti Kruhl und Hannelore Kassner wurden bestätigt. In der Nachlese zur Landtagswahl wurde bedauert, dass es Volker Brockmann nicht in den Landtag schaffte. So habe, wie schon befürchtet, der Neuzuschnitt und die Dreiteilung des Landkreises zu einer erheblichen Verringerung des politischen Einflusses in Hannover geführt. Wübker berichtete aus der Arbeit im Ortsrat und sprach noch mal die Schulwegsicherung an, so "sind die Gefahren für die Schulkinder beim Überqueren der Landessttraße auf dem Weg zum Schulbus wegen des fehlenden Zebrastreifens oder auch einer Schulkindmarkierung immer noch immens groß, hier müssen dringend weitere Gespräche mit der Polizei erfolgen". Gerlinde Göldner-Dorka berichtete aus der Stadtratsarbeit und verdeutlichte die Position zum geplanten Einkaufszentrum an der Bahnhofstraße sowie die Verkehrssituation im Altstadtquartier: Die Tempo-20-Regelung wird begrüßt, eine Sperrung des Exter Weges abgelehnt, da sie die Kaufinteressenten aus den Dörfern von der Kernstadt fernhalten würde. Sehr intensiv wurdeüber das Defizit des Krankenhauses in Rinteln diskutiert. "Dieses ist keineswegs ,hausgemacht'", so Göldner-Dorka. "Vielmehr führt die unzureichende Vergütung der Kassen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, aber auch eine zu geringe Vernetzung der Schaumburger Krankenhäuser zu diesem Defizit. Vielleicht hätte man schon früher auch an die Anbindung an die Krankenhäuser in Hameln oder auch Minden nachdenken sollen." Besonders ältere Patienten mit längerer Liegedauer und Erkrankungen belasten den Haushalt der Krankenhäuser, so die SPD-Mitglieder. "Deshalb kann die Privatisierung des Rintelner Krankenhauses mit Gewinnerwartung eines künftigen Betreibers nur zu einer Verschlechterung der Patientenversorgung führen", so Ruth Radtke. Der Ortsverein plant zu verschiedenen Bereichen der Kommunalpolitik Themenabende mit Referenten in Hohenrode, um auch Nichtparteimitgliedern ein wohnortnahes Informations- und Diskussionsforum zu bieten.



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