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Fünf "Sorgenkinder" zugewachsen und verschlammt / Akuter Handlungsbedarf / Friedrich Rahe setzt Minibagger ein

Höchste Zeit: Heeßens Gräben brauchen dringend Pflege

Heeßen (tw). "An Gräben", sagt Bernd Schönemann, "muss man alle zwe i bis drei Jahre ran". - "Stimmt", pflichtet Nebenerwerbslandwirt Friedrich-Wilhelm Rahe Heeßens Gemeindedirektor bei. Und ergänzt: "Aber an den Gräben in Heeßen ist seit 20 bis 30 Jahren so gut wie nichts mehr gemacht worden." Dass zumindest bei fünf dieser mit Masse verschlammten oder vom Einsturz bedrohten Gräben akuter Handlungsbedarf besteht, davon hat sich der Bauausschuss unter Vorsitz von Heinrich Meier (CDU) beim letzten Ortstermin überzeugt.

veröffentlicht am 24.06.2008 um 00:00 Uhr

Der im Anschluss formulierten Beschlussempfehlung stimmte jetzt auch der von Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) präsidierte Rat zu: Die fünf "Sorgenkinder" sollen in Ordnung gebracht werden. Die Erdarbeiten übernimmt meist Rahe - in Absprache mit den jeweiligen Anliegern. Waldstraße Der dortige Graben der Gemeinde ist ein Grenzgraben; dahinter beginnt Obernkirchener Terrain. Das Problem vor Ort: DieÜberläufe von Dränagerohren bergauf gelegener Teiche haben durch ihre Einleitungen dafür gesorgt, dass der Graben verschlammt ist; läuft er als Folge von Regenfällen voll, fließt das Wasser über den parallel gelegenen Wirtschaftsweg. Jetzt soll der Graben von der Gemeinde mit dem Unimog ausgemäht und auf einer Länge von 200 Metern neu profiliert werden. Rahe hat sich angeboten, Letzteres nach der Haferernte im Spätsommer mit einem Minibagger zu übernehmen. Osterfeld Der Verdacht, dass die Verrohrung des dortigen Grabens zusammengebrochen sein könnte, hat sich nach Aussage Schönemanns "nicht bestätigt". Das etwa 20 Zentimeter tiefe Loch am benachbarten Wirtschaftsweg ist inzwischen aufgefüllt worden. Allerdings soll die Feuerwehr das verrohrte Teilstück durchspülen, umso für einen besseren Durchsatz zu sorgen. Der zur B 83 abfallende Graben soll von der Gemeinde mit dem Unimog ausgemäht und danach von Rahe ausgebaggert werden. Gleichwohl wird das "Osterfeld" die Politiker auch in Zukunft noch beschäftigen. Denn die rechte Seite des Wirtschaftsweges droht als Folge des Befahrens mit immer schwereren Maschinen wegzubrechen. K 9 bis zu Aue Direkt an der K 9 haben Unbekannte bei Nacht und Nebel erneut Grünschnitt abgeladen. Schönemann: "Wir werden in Kürze ein Schild aufstellen, welches das wilde Entsorgen dort verbietet." Der von der K 9 zur Aue verlaufende Graben selbst ist ein "Sorgenkind" aus der Zeit von Gemeindedirektor Heinz Wischnat. "Es gibt dazu alte Beschlüsse", erinnert Meier. Demnach soll auch dieser Graben zunächst mit dem Unimog der Gemeinde ausgemäht und danach begradigt werden. Laut Rahe ist er "30 Zentimeter zu tief"; als Folge rutsche die Böschung ab und spüle den Mutterboden in die Aue. Daher soll das Profil des Grabens angeglichen werden. Die Arbeiten erfolgen inAbsprache mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg Ex-Biotop Der Graben oberhalb des Heeßer Ex-Biotops ist auf einer Länge von 50 Metern komplett zugewachsen. Er wird per Unimog ausgemäht. Im Anschluss will - und soll - Rahe ihm auf einer Länge von 200 Metern ein neues Profil geben. Den Aushub will der Landwirt nach Absprache mit den Anliegern auf die angrenzenden Felder verbringen. Ahlbruch Weil die Dränagerohre des im Süden angrenzenden Feldes auf Höhe der Grabensohle liegen und damit kein "Zug" entsteht, soll der Graben am Ahlbruch im vorderen östlichen Teil tiefer profiliert werden. Im westlichen Bereich - ab dem Grabenzulauf von der B 83 - soll das Profil bis auf Höhe des Dränagerohresnachgebessert werden. Damit sich das Wasser bei Starkregen teilen und nach Osten und Westen abfließen kann, soll der trennende Erdwall bis auf eine Höhe von 20 Metern abgetragen werden.



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