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Dorfjugend in Südhorsten gegründet / Ziele besprochen und Vorstand gewählt / Erstes Ziel: ein Erntewagen

Hockey oder Erntewagen: "Ihr müsst sagen, was Ihr wollt"

Nienstädt (jcp). Einen Straßenhockeyplatz, einen Erntewagen oder einfach nur einen Ort, an dem man sich zum Feiern treffen kann: Ohne Organisation und ohne zu fragen gibt es nichts. Zu diesem Ergebnis sind etwa 30 Jugendliche im Südhorster "Sportpark" gekommen, wo die Gründung einer "Dorfjugend" auf dem Plan stand.

veröffentlicht am 18.10.2007 um 00:00 Uhr

Bis Oliver Struckmeier (16 Jahre), Kevin Liebig (16) und Florian Fietzke (17) zum Vorstand gewählt wurden, war es ein langer, turbulenter Weg. Die Teilnehmer hatten viele Ideen und äußerten diese zumeist gleichzeitig. Die Idee für die Dorfjugend stammt von Martina Lohmann, Mitglied des Helpser Gemeinderates. Sie führte bei dieser provisorischen ersten Sitzung den Vorsitz. "Im Gemeinderat haben wir schon oft überlegt, wie junge Menschen aus den umliegenden Dörfern für gemeinsame Unternehmungen zusammengebracht werden können", erklärte die gebürtige Südhorsterin. "Bisher verliefen leider alle Bemühungen im Sande." Für Lohmann kein Grund, es nicht wieder zu versuchen. So verschickte sie über 100 Einladungen an Jugendliche aus Südhorsten und Umgebung. "Die Einladung richtete sich an Leute zwischen 14 und 30 Jahren, aber das soll weder nach oben noch nach unten eine Grenze sein. Wir wollen so viele wie möglich zusammenkriegen." Als die Teilnehmer sich geeinigt hatten, war die nächste Frage: Woher soll das Geld dafür kommen? "Die Ratssitzungen sind öffentlich", sagte Martina Lohmann den Jugendlichen dazu. "Am Anfang gibt es eine Einwohnerfragestunde, und wenn ihr einen Streethockeyplatz haben wollt, könnt ihr zum Beispiel Unterschriften sammeln. Ihr müsst einfach sagen, was Ihr wollt." Das erste Ziel der Dorfjugend ist nun aber kein Streethockeyplatz, sondern die Anschaffung eines Erntewagens.

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