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Frist um einen Monat verlängert / Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch geplant

Hochwassergebiet: Einsprüche noch möglich

Helpsen (gus). Im zweiten Anlauf soll am Mittwoch, 23. Februar, die Informationsveranstaltung zum Überschwemmungsgebiet der Gehle im Bereich Helpsen über die Bühne gehen. Dafür haben die Verantwortlichen den Saal der Kirchengemeinde Seggebruch gebucht. Beginn ist um 18 Uhr.

veröffentlicht am 21.02.2011 um 00:00 Uhr

Bernd Hugo, Mitarbeiter der Kreisverwaltung, erläutert dort Auswirkungen der Festsetzung des Flutgebiets, das bereits 2008 vom Landesamt für Wasser-, Küsten- und Naturschutz errechnet worden ist. Auf Anfrage dieser Zeitung umriss Hugo die Inhalte vom Mittwoch und machte keinen Hehl daraus, dass Grundstücke, die im Überschwemmungsgebiet liegen, an Wert einbüßen können.

Jedoch handele es sich nur um die Feststellung des Gebiets, das bei einem Hochwasser, das statistisch gesehen alle 100 Jahre vorkommt, entlang der Gehle überflutet würde. Dieses sogenannte HQ 100 sei ein bundesweit festgelegter Standard, gemäß dem die Landesbehörde die Überschwemmungsgebiete festsetzen muss. Die nötigen Informationen habe das in Hildesheim ansässige Amt bereits 2007, unter anderem von der Gemeinde, erhalten.

Selbstverständlich, so Hugo, können auch jetzt noch Informationen zur Topografie in den Plan einfließen und eine Änderung der Grenzen herbeiführen. Allerdings müsse es sich um stichhaltige Einwände handeln. Diese werden nach Worten des Landkreisbeamten bei einer Anhörung erörtert, deren Termin noch aussteht.

Wer Einwände vorbringen möchte, kann dies noch bis zum 18. März, also einen Monat länger als ursprünglich geplant, tun. Die erste Infoveranstaltung platzte Anfang Februar, weil Hugo erkrankt war.

Wie sich die Grenzen des Überschwemmungsgebiets ändern können, zeigt das Beispiel Hautau, wenn auch in extremer Dimension. Die Gemeinde Helpsen hatte mit Wällen und einem Regenrückhaltebecken dafür gesorgt, dass die Fläche, auf dem der Beschlaghersteller seinen Neubau platzierte, aus dem HQ -100-Gebiet ausgenommen werden konnte. Dies, so Hugo, sei aber eine Ausnahme.

Bei der Festsetzung des Überflutungsgebiets handele es sich nicht um eine Maßnahme enteignenden Charakters. Hugo verstehe die Sorgen der Grundstücksbesitzer. „Aber es geht letztlich um den Schutz der Bürger“, erklärt der Landkreismitarbeiter.



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