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Jahresbilanz der Katastrophenschutzbereitschaft / Besondere Ehrung für Uwe Wöhler

Hochwassereinsätze und fehlende Mitglieder

Hameln-Pyrmont/Marienau. Die Einsätze beim Hochwasser an der Elbe, aber auch die rückläufige Mitgliederentwicklung und mangelnde Dienstbeteiligung, dass waren die Themen, die die Jahresabschlussveranstaltung der Katastrophenschutz (KatS-) Bereitschaft der Kreisfeuerwehr beherrschten. In Gesprächen mit der Landkreisverwaltung zu Jahresbeginn soll jetzt versucht werden, Ideen umzusetzen, um die Arbeit in der KatS-Bereitschaft attraktiver zu gestalten.

veröffentlicht am 09.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Die Arbeit insbesondere im ABC-Zug, aber auch im Messzug, der Versorgungsgruppe und der Probensammelstelle läuft nämlich nur zusätzlich zu dem Dienst in den jeweiligen Ortswehren. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht und damit der Möglichkeit, in der Bereitschaft Ersatzdienst zu leisten, sind die Mitgliederzahlen rückläufig. Denn trotz der interessanten Arbeit in diesem Bereich sind immer weniger Feuerwehraktive bereit, hier zusätzlich Dienststunden zu leisten.

„Wir wollen daher in Gesprächen im Januar mit der Verwaltung sehen, welche Maßnahmen wir ergreifen können, um ein Mitwirken bei uns attraktiver zu machen, um im Jahr 2014 eine Trendwende zu erreichen“, erklärt Bereitschaftsführer Volker Winkelhake. Eine Maßnahme wurde bereits umgesetzt. So gibt es für die höchste Dienstbeteiligung Parkwertkarten für 10 Euro, mit denen in den Parkhäusern der Hamelner Stadtwerke geparkt werden kann. Sie erhielten jetzt Marko Hartmann, Mareike Conrad und Niklas Thies vom ABC-Zug, Jörg Wöhler, Michael Switek und Kay Wendlandt vom Messzug sowie Jenni Freudenberg und Sascha Dziuballe von der Versorgungsgruppe.

Der Zugführer des ABC-Zuges, Alexander Saffer, hatte auf das Jahr 2013 zurückgeblickt. Dabei konnte er auf 2638 Dienststunden verweisen, wovon allein 1184 Stunden auf Einsätze im Zusammenhang mit dem Elbe-Hochwasser fielen. Dabei begleitete insbesondere die Erkundungs- und Lotsengruppe Afferde die Kreisfeuerwehrbereitschaften West und Ost bei ihren Einsätzen im Amt Neuhaus und die Magdeburg. „Es kam auch zu einer Konstellation, wie es sie so noch nie gegeben hat. Wir bildeten mit unserem ,Dekon-Fahrzeug P‘ mit einer Duscheinheit zusammen mit dem speziell zusammengestellten Versorgungszug des DRK Hameln eine Einheit und sorgte für ein vernünftiges Unterbringen unserer Kräfte im Katastrophengebiet. Dabei hat sich die jahrelange enge Zusammenarbeit am Standort Marienau bewährt“, berichtet Alexander Saffer.

In weiteren 1454 theoretischen und praktischen Dienststunden wurde die Ausbildung der 34 Mitglieder fortgeführt bei zahlreichen Übungen und Ausbildungsdiensten sowie einer Standortverlegung nach Schieder-Schwalenberg.

Für den Messzug mit den Messtrupps in Flegessen, Hagen, Lauenstein und Rumbeck sowie der Mess-Leitkomponente mit insgesamt 42 Aktiven konnte Zugführer Jörg Gottschalk ebenfalls von elf gemeinsamen Diensten berichten. Hier stand die Ausbildung im Mittelpunkt oder wurden Messsektoren routinemäßig abgefahren. Neben den Einsätzen bei ihren Ortswehren war der Messtrupp Flegessen auch bei einem Großbrand in Hastenbeck im Einsatz, um Schadstoffmessungen durchzuführen.

Die Probensammelstelle, die von Brandschützern aus den Wehren Marienau, Bäntorf und Hohnsen besetzt wird, hat laut ihrem Leiter Hagen Bruns die Ausbildung nach der Mess- und Probennahmeanweisung verbessert. Dies wurde im Oktober bei einer Übung in Hessisch Oldendorf in die Praxis umgesetzt. Jenni Freudenberg als neue Leiterin der Versorgungsgruppe wies auf den Führungswechsel Anfang des Jahres hin, bei dem sie dies Amt übernahm und Lena Piontek ihre Stellvertreterin wurde. Gekocht wurde fleißig, bei den Übungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft, bei der Standortverlegung oder bei einer Gefahrgutübung, aber auch beim Spaßmarsch der Kinderfeuerwehren. Selbst beim Hochwassereinsatz an der Elbe war das Küchenteam dabei. Diese Einheit leidet besonders unter Personalproblemen. Daher wirbt Jenni Freudenberg um Mitstreiter, die Spaß am Kochen haben. Sowohl Heidi Pomowski als neue Dezernatsleiterin als auch Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke lobten die Arbeit der KatS-Bereitschaft, erwähnt besonders die Einsätze beim Elbehochwasser. Der Kreisbrandmeister hofft, dass Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung gefunden werden und diese auch zum Erfolg führen. Frank Wöbbecke konnte Oliver Schöndorf (Hagen) und Kay Wendlandt (Lauenstein) zu Löschmeistern befördern. Geehrt vom Bereitschaftsführer Volker Winkelhake wurden Tobais Ebbighausen und Alexander Dohm für zehnjährige Mitgliedschaft in der Einheit sowie Uwe Wöhler, der als Erster überhaupt seit 30 Jahren Mitglied in der KatS-Breitschaft ist. tis

Die Geehrten und Beförderten sowie die Mitglieder mit der höchsten Dienstbeteiligung zusammen mit Bereitschaftsführer Volker Winkelhake (li.) und Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke (re.). tis



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