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Für Gelldorf soll Schutzkonzept erstellt werden

Hochwasser bleibt weiterhin Problem

Gelldorf (clb). Nach den Starkregenfällen im August sowie am Pfingstwochenende beschäftigt der Hochwasserschutz den Ortsrat Gelldorf mehr denn je. Und einen dementsprechend großen Stellenwert bekam das Thema auch bei der Sitzung am Dienstagabend im "Gelldorfer Krug".

veröffentlicht am 06.09.2007 um 00:00 Uhr

Der größte Handlungsbedarf liegt bei dem Grundstück nördlich der Bundesstraße, das immer wieder von Überschwemmungen betroffen ist. Das Problem: Kurz vor der Einmündung Hauptstraße/Boltenstraße in die B 65 knickt der Liethbach-Graben (seitlich der Straße) nahezu rechtwinklig in Richtung Norden über das Grundstück ab, was bei starken Regenfällen zu Überschwemmungen in diesem Bereich führt. Erschwerend hinzu kommt, dass dem Straßenseitengraben im Bereich B 65/Lange Straße/Dorfstraße ein Regenwasserkanal aus östlicher Richtung zugeführt wird, was die Wasserzufuhr zum Seitengraben erhöht. Für Gelldorf soll nun ein lokales Hochwasserschutzkonzept erstellt werden - mit dem Ziel, solche Überschwemmungen künftig zu vermeiden. Bürgemeister Oliver Schäfer stellte die Frage in den Raum, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, das Wasser des Liethbaches bereits eher zurückzuhalten beziehungsweise zu verlangsamen, um die Situation in Gelldorf von vorneherein zu entschärfen. Desweiteren machte er deutlich, dass nicht nur die Situation dort problematisch sei, sondern ebenso an anderen Bereichen Gelldorfs sowie in der Kernstadt. Zudem, so Schäfer weiter, sei der Abwasserverband völlig ausgelastet oder kurz gesagt: "Am Ende." Bernhard Gläser nannte als passendes Beispiel dazu den Bereich Ringstraße, wo immer wieder Fremdwasser auftrete, jedoch bei jedem Hochwasser nur provisorische Maßnahmen vorgenommen worden seien und der Abwasserverband diesen Problempunkt seit Jahren ignoriere. Einige Anwohner des Liethbaches, die sich während der Sitzung zu Wort meldeten, kritisierten vor allem die zu kleinen Rohrdurchlässe: Das Wasser habe keine Ausweichmöglichkeit mehr, es müsste vorher aufgefangen werden oder könnte durch das Brachland rechts oder links laufen, so einige Stimmen. Bei der nächsten Ortsratssitzung wird die Ingenieur-Gesellschaft Kirchner, die zum Aufzeigen der Schwachstellen und einer gutachterlichen hydrodynamischen Berechnung des Regenwassernetzes herangezogen wurde, ihre Ergebnisse vorstellen, die der Ortsrat gegebenenfalls ergänzen kann und dann zur Abstimmung stehen.



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