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Hitzewelle steht bevor / Extreme Niederschläge im Mai - Frühjahr so warm und so sonnig wie nie

Hoch "Waltraud" sorgt für Sommerwetter

Landkreis. Ein Azorenhochkeil und das umfangreiche Skandinavienhoch "Waltraud" nehmenüber die Nordsee Verbindung auf. Mit einer nordöstlichen bis östlichen Strömung fließt im Laufe der Woche zunehmend warme Festlandsluft aus Osteuropa ein. Am Nachmittag kommt nach Sonnenschein von Süden jeweils geringe Schauer- und Gewitterneigung auf. Es bleibt aber meistens trocken. Die Tagestemperaturen erreichen von heute an bis Mittwoch 23 bis 25 Grad und sinken in der Nacht auf etwa 13 Grad. Der Trend für die zweite Wochenhälfte: Eine Hitzewelle steht an.

veröffentlicht am 02.06.2007 um 00:00 Uhr

Autor:

Reinhard Zakrzewski

Wettermäßig hatte es der Mai in sich. War der April noch von extremer Trockenheit geprägt, schaltete die Atmosphäre nun komplett auf Regen um. Nur einmal (1984) war der Wonnemonat im Schaumburger Land derart nass wie diesmal. Verbreitet fiel mehr als das Doppelte der normalen Monatsmenge (Bückeburg: 163 Liter = 210 Prozent). Besonders heftig ging es bekanntlich am Pfingstwochenende in Verbindung mit einer nahezu stationären Luftmassengrenze über dem östlichen Niedersachsen zur Sache. So meldete Bückeburg von Pfingstsonnabend bis zum Dienstag nach Pfingsten bei zum Teil schweren Gewittern, die örtlich auch von starkem Hagelschlag begleitet waren, eine Regensumme von 75 Litern pro Quadratmeter. Allein am Pfingstsonntag fiel davon die Hälfte (36,6 Liter) und am Dienstag noch einmal 26 Liter/qm. So wundert es nicht, dass die ohnehin schon wassergesättigten Böden die Regenmengen nicht mehr verkraften konnten und es zu randvollen Bachläufen, Unterspülungen sowie Überflutungen von Gebäuden, Straßen und Feldern kam. Auch der Mai war wiederum zu warm, wenn auch nicht so deutlich wie die Vormonate. Die Mitteltemperatur erreichte im Schaumburger Land 14,3 Grad, 1,6 Grad mehr als normal. Unauffällig blieb dagegen die Zahl der Sommer- und Frosttage. Auf drei Sommertage (25 Grad und mehr) brachte es Bückeburg, wobei am 21. Mai, dem wärmsten Tag, 26,9 Grad gemessen wurden. Die Eisheiligen schauten viel zu früh am 2. und 3. Mai und dann nur kurz vorbei. Verbreitet blieb es bei Bodenfrost, in Bückeburg am 2. Mai bis minus 1,1 Grad. Mit 211 Stunden schien die Maisonne im Kreis Schaumburg zehn Prozent häufiger als üblich. Das Frühjahr brachte, wie schon der Herbst und der Winter, einen neuen Wärmerekord. Mit einer Durchschnittstemperatur von 11,2 Grad lag die Region Schaumburg um 2,8 Grad über dem klimatologischen Mittelwert. Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2000 noch um 0,3 Grad übertroffen. Eine neue Bestmarke gab es mit 607 Stunden (plus 34 Prozent) auch beim Sonnenschein (bisher 588 Stunden, 2003). Extrem waren die Gegensätze in puncto Niederschlag. Trotz einer mehr als sechswöchigen fast völligen Trockenheit, vom 22. März bis 6. Mai, schloss das Frühjahr mit 231 Litern Niederschlag pro Quadratmeter(Bückeburg) noch 41 Prozent zu feucht ab.



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