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Düsseldorf "holt sich den Witt" - mal aggressionsfrei und harmonisch

Hoch in den Himmel geschraubt - ganz ohne Ecken und Kanten

Rinteln/Düsseldorf (ur). Vor den Stadtwerken in Düsseldorf am Höhenweg 200 ist jetzt eine Skulptur des Rintelner Bildhauers Eg Witt aufgestellt worden - eine stilisierte Figur, die sich selbst hoch in den Himmel zu schrauben scheint.

veröffentlicht am 11.04.2007 um 00:00 Uhr

Zeitgenössische Kunst in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf zu bringen, das ist heute fast wie Eulen nach Athen zu tragen. Schließlich befindet sich im Raum Köln-Düsseldorf nicht nur eine besonders hohe Konzentration von Galerien und Kunsthandlungen, Messen und sonstigen Foren der Vermarktung, sondern hier haben sich auch zahlreiche Künstler von Weltruf niedergelassen. So war es denn schon für den Rintelner Bildhauer, Plastiker und Konzeptkünstler Eg Witt eine große Anerkennung, dass ihm in Düsseldorf unter dem Sponsoring der Stadtwerke eine repräsentative Werkschau seiner Plastiken zugebilligt worden ist, die weit über die Kunstszene hinaus beim Publikum eine große Resonanz fand. Eine Auszeichnung, die jetzt dauerhaften Ausdruck darin findet, dass die Stadtwerke jetzt für ihr Areal als "Kunst im öffentlichen Raum" eine große Skulptur aus dieser Ausstellung ankauften und in dieser Woche dort verankerten - im Beisein von Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur - und natürlich auch von Eg Witt persönlich. Bei dar Plastik handelt es sich um eine stark stilisierte Figur, die sich selbst hoch in den Himmel zu schrauben scheint, um dort immer größere Kreise zu ziehen. Das tonnenschwere Kunstobjekt aus Eisen in natürlicher Korrosion ist mit Sockel immerhin an die zweieinhalb Meter hoch und strahlt dennoch eine schwungvolle Leichtigkeit aus. "Es sind ja auch ausschließlich Rundungen, die niemandem aggressiv in die Quere kommen", beschreibt der Künstler diesen Teil seiner Intention, den weiten Schwung in lichte Höhen zum Ausdruck zu bringen - durchaus im Kontrast zur eher schroffen Formensprache, die sich in vielen anderen Stelen und sonstigen Objekten von Witt findet. Immerhin belegt der Düsseldorfer Coup einmal mehr, dass Kunstfreunde beim Erwerb wittscher Skulpturen neben formaler Qualität und ästhetischem Reiz durchaus auch eine Art Kapital-Anlage erwerben. Und das sogar mit und ohne Rost...



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