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241 Stunden lang Sonnenschein: Juni im Schaumburger Land deutlich zu warm / Chancen gut für weiterhin Sommer satt

Hitzehoch "Zorro" hält noch bis Donnerstag die Stellung

Landkreis. Bis Donnerstag sorgt Hitzehoch "Zorro" noch für perfektes Badewetter und weiter steigende Temperaturen. Dabei wird morgen mit bis zu 33 Grad der vorläufige Höhepunkt der Hitzewelle erreicht. Gewitterstörungen aus Südwesten leiten dann ab Donnerstag zwar eine leichte Abkühlung ein, doch wird es zunehmend schwüler, so dass am Donnerstag bei Werten von 30 Grad, am Freitag und Sonnabend um 25 Grad, kräftiges Schwitzen angesagt ist.

veröffentlicht am 04.07.2006 um 00:00 Uhr

Sommervergnügen im Rintelner Weserangerbad. Foto: tol

Autor:

Reinhard Zakrzweski

Donnerstag und Freitag sind sogar "Tropennächte" möglich (Minimum nicht unter 20 Grad). Am Freitag und Sonnabend entwickeln sich dann in der feuchtwarmen Luft einzelne Schauer und Gewitter, bevor am Sonntag zunehmender Hochdruckeinfluss die Gewitterwolken vertreibt und die Temperaturen erneut ansteigen können. Nach einer erheblich zu kalten ersten Woche, zeigt sich der weitere Juni sommerlich warm und sonnenscheinreich wie selten. Der Grund: Die normalerweise sehr zuverlässig zwischen dem 10. und 20. Juni auftretende feucht-kühle Witterungsphase der "Schafskälte" fiel diesmal komplett aus. Statt dessen brannte die Sonne von einem oft wolkenlosen Himmel. Zwölf Sommer- und zwei heiße Tage mit 25 bzw. 30 Grad und mehr (fünf bzw. einer über normal) und die vielen milden Nächte (höchstes Minimum Bückeburg 18,3 Grad am 19. Juni) hoben das Monatsmittel im Schaumburger Land auf 17,2 Grad, wodurch der Juni deutlich (1,5 Grad) zu warm ausfiel. Die niedrigste Temperatur wurde in Bückeburg mit sechs Grad am 7. Juni gemessen, die höchste nur sechs Tage später am 13. Juni mit 30,9 Grad. Ein sattes Plus von einem Drittel gab es auch beim Sonnenschein (241 Stunden). Unangenehm für Landwirte wie für Gärtner war die Trockenheit. Trotz der heftigen Gewitterniederschläge, die Bückeburg am 19. Juni in kurzer Zeit um die 26 Liter Regen brachten, meldete die Wetterstation auf dem Flugplatz Achum als Monatssumme nur 60 Liter und damit 16 Prozent weniger als üblich. Nach der bekannten Bauernregel, wonach das Wetter am Siebenschläfer (27. Juni) noch sieben Wochen anhält, hätte der Hochsommer diesmal schlechte Karten, denn der Siebenschläfertag war bedeckt und relativ kühl. Doch da die Güte des Hochsommers nicht vom Wetter an einem einzigen Tag abhängt, betrachten die Meteorologen für eine Trendaussage den Witterungscharakter von zehn bis 14 Tagen ab dem 27. Juni. Nach dieser erweiterten Bauernregel, die in zwei von drei Jahren zutrifft, sieht es für den anstehenden Hochsommer gar nicht schlecht aus. Grundlage ist der sich immer wieder stabilisierende hohe Luftdruck über Skandinavien und Mitteleuropa, der auch in dieser Woche nur einen kurzen Temperaturrückgang erlaubt. Damit stehen die Chancen für überdurchschnittlich warmes, sonniges und trockenes Wetter im Juli und August recht gut. Gewittrige Störenfriede aus Südwesten mit nachfolgender kurzer Abkühlung sind dabei immer inbegriffen.

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