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Schaumburger Landschaft stellt Aktion rechtzeitig zum Denkmaltag vor / Ausstellung im Rodenberger Heimatmuseum

"Historischer Spaziergang": Poster lockt zur Spurensuche

Feggendorf/Apelern (nah). 41 kleine Bilder und drei Landkarten machen Appetit. Sie sind Teil eines Posters, das jetzt von der Schaumburger Landschaft vorgestellt worden ist. Der Leiter der Aktion, Karl-Heinz Oelkers,überreichte die ersten druckfrischen Exemplare den Helfern, die mit ihm vor Ort recherchiert haben. Jetzt können interessierte Laien einen "Historischen Ortsspaziergang" durch Feggendorf und Apelern unternehmen.

veröffentlicht am 08.09.2007 um 00:00 Uhr

Die Arbeit ist getan: Nicole Wehner, Ute Oelkers, Hermann Ricken

Gerade rechtzeitig zum "Tag des offenen Denkmals", der diesmal in der Samtgemeinde Rodenberg seinen Schwerpunkt hat, konnten Oelkers und Ehefrau Ute die letzten redaktionellen Arbeiten beenden. "Das hat richtig Spaß gemacht", freute sich Oelkers "über die hier sofort gefundene gute Mannschaft." In Feggendorf waren unter anderem Karl Rickenberg, Hermann Rickenberg, Heinrich Uhlenbecker und Nicole Wehner dabei, in Apelern assistierten Herbert Schmolke und Alexandra Schmolke. Sie trugen Texte sowie alte und neue Fotos zusammen. Einen besonderen Reiz aber bilden die historischen und aktuellen Karten: "Sie geben die Entwicklung aus 200 Jahren wieder", erläuterte Oelkers am Beispiel Feggendorf: Denn die Kurhannoversche Landesaufnahme stammt von 1782 und erlaubt Vergleiche mit der 1896 erfolgten Preußischen Vermessung sowie dem aktuellen Straßenbild. Die beiden neuen Poster, die Oelkers nicht nur hiesigen Bewohnern empfiehlt, sondern auch als "gute Reiseunterlagen für Touristen", ergänzen die bisherige Serie aus 15 Orten in Schaumburg. Die Auswahl wurde sorgfältig getroffen, um beispielhaft alle Regionen und lokalgeschichtlichen Besonderheiten zu erfassen. Oelkers ist von der plakativen Darstellung überzeugt: "Sie erlaubt trotzdem die Suche nach Details." Mit demÜbersichtsblatt und einem dreiseitigen Textteil in DIN-A3 lassen sich eine Menge von Fakten erfassen. Sie beschränken sich nicht nur auf Häuser, Brunnen und Mauern, sondern machen neugierig auf Steinbrüche, Hügelgräber, Grenzsteine und - speziell in Feggendorf - das Bergwerkswesen. Oelkers wäre es deshalb am liebsten, wenn das Poster nicht nur Wandschmuck sein würde: Die oft als selbstverständlich angesehenen Spuren menschlichen Schaffens seien in ihrer Existenz bedroht. Umso mehr müssten sie in das Bewusstsein gelangen. Auch deshalb will die Schaumburger Landschaft auf die "Spurensuche" am Denkmaltag hinweisen - mit einer Ausstellung im Rodenberger Heimatmuseum. Zudem steht die Aktion vor einem neuen großen Schritt: Die bislang weit über tausend Eintragungen können bald aus einer Datenbank abgerufen werden. Schaumburg stehe damit nach Oelkers' Auskunft an der Spitze: "Wir haben hier schon mehr Spuren erfasst als im gesamten übrigen Land." Die "Historischen Ortsspaziergänge" sind für je 4,50 Euro bei der Touristinformation Bad Nenndorf erhältlich.



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