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Einkaufszentrum "Rösertor": Stadtrat verabschiedet Bebauungsplan / Schäfer: "Reines Bauchgefühl"

"Historischer Schritt für die Stadtentwicklung"

Obernkirchen (rnk). Vorsitzender Horst Sassenberg stimmte dagegen, ansonsten votierte der Stadtrat einstimmig für den Bebauungsplan "Einkaufszentrum Rösertor". Redner aller Gruppen waren sich dabei einig, dass damit ein historischer Schritt für die Stadtentwicklung getan werde. Eine Bodenuntersuchung auf dem ehemaligen Ackemann-Gelände muss der Investor auf eigene Kosten durchführen, die Sicherheitsleistung, die er erbringen muss, wurde auf 40 000 Euro festgesetzt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:19 Uhr

Der Rat macht den Weg frei: Mit dem B-Plan "Rösertor" für das eh

Es sei alles im Wandel begriffen, alles im Fluss, leitete SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Mevert seinen Vortrag ein. Er sprach sich dafür aus, den Bornemann-Platz und das Rösertor zusammenzuführen, es müsse eine einheitliche Verbindung geschaffen werden. Mit dem neuen Einkaufszentrum werde Kaufkraft nach Obernkirchen geholt und das Angebot verstärkt. Für die Gruppe Grüne/WIR begrüßte es Thomas Stübke, dass mit dem vorgelegten Vertrag und dem zu verabschiedenden B-Plan der Bürgermeister "die Schlagzahl noch einmal kräftig erhöht hat, das macht Sinn". Marktkauf und Markant-Markt würden sicherlich die Konkurrenz durch einen neuen "stabilenEinkaufsstandort" spürn. Das "Rösertor" schaffe zusätzliches Potential für Obernkirchen, auch wenn dies mehr Verkehr bedeuten werde: "Es wird nicht einfacher." Stübke sprach sich dafür aus, die Fußwegeverbindungen zu verbessern. Generell sei das "Rösertor" die "Antwort auf die Rufe nach demVollversorger". Kümmern müsse man sich auch um die Fuß- und Radwege innerhalb der Achse Stift, Bornemann-Platz und Rösertor. Stübke nutzte die Ratssitzung zu einer allgemeinen Einschätzung der Stadt: Die Abwärtsspirale, in der sich Obernkirchen befunden habe, "die hat sich längst in die andere Richtung entwickelt". Ganz so euphorisch, bekannte danach Beate Krantz, werde das Einkaufszentrum bei der CDU/WGO-Gruppe nun nicht gesehen: "Wir hätten lieber eine Wohnbebauung gehabt." Das sei indes daran gescheitert, dass man keinen Investor für das 16500 Quadratmeter große Areal gefunden habe. Sicher sei heute nur eins: "Nichtstun ist Rückschritt", die Stadt müsse sich auf jeden Fall wirtschaftlich weiter entwickeln. Damit nicht "eine Brache gegen die andere getauscht" werde, müsse der Bornemann-Platz "am Leben" gehalten werden: Es müssten Investoren gesucht werden. Es gebe in der Frage "Rösertor" kein richtig oder falsch, kein gut oder böse, kommentierte dann Verwaltungschef Oliver Schäfer die zu treffende Entscheidung: "Es ist ein reines Bauchgefühl." Immerhin: Die Entscheidung selbst werde maßgeblich die Geschicke der Stadt bestimmen. Sassenberg sah deutlich schwärzer in die Zukunft: Der Bornemann-Platz werde kurz- bis mittelfristig veröden, mit weiteren Auswirkungen auf die Innenstadt: "So viele Kunstmaler können hier gar nicht wohnen, um dann alle leeren Geschäfte mit Bildern vollzustellen." Sassenberg drückte zwar seine Hoffnung aus, dass das "Rösertor" der Stadt helfe, stimmte aber gegen den B-Plan. In dem Durchführungsvertrag zwischen der Stadt und dem Investor wird festgelegt, dass das Bauvorhaben innerhalb von zwei Jahren fertig gestellt werden muss. Rund 3000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen: 1250 Quadratmeter für einen Lebensmittelvollsortimenter, 900 Quadratmeter für den neuen Aldi-Markt, einen Getränkemarkt mit 350 Quadratmetern, einem Textilfachmarkt mit 160 und einem Schuhfachmarkt mit 320 Quadratmetern.

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