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Historischer Rundgang durch Wallensen

WALLENSEN. Heinrich Meier, der stellvertretende Vorsitzende vom Wallenser Verein DorfKulTour, hat 15 wissbegierige Besucher durch das Dorf geführt.

veröffentlicht am 03.08.2019 um 00:00 Uhr

Im Zentrum des „Stadtrundgangs“ – Wallensen hat 1351 Stadtrechte verliehen bekommen – stand die Mühlengeschichte von Wallensen sowie die ehemalige Brauereigeschichte. Ursprünglich stand die Wallenser Mühle in Höhe der jetzigen Bergmannssiedlung außerhalb des Ortskerns. Auf Wunsch der Wallenser Bürger kam die Mühle im 15. Jahrhundert in das Ortszentrum. Der erste bekannte Müller war laut der Calenberger Musterrolle 1585 der 60-jährige Heinrich Schönebeck. Im Besitz der Familie Düvel war die Mühle fast 200 Jahre. Familie Düvel betrieb auch Mühlen in Oldendorf, Deinsen, Esperde und Elze. Nach einigen Besitzerwechseln kaufte 1872 Friedrich Stichnothe die Mühle, dessen Familie die Mühle 1972 stilllegte. Auch die Zahl der Handwerker hat im Laufe der Jahrhunderte immer weiter abgenommen. Fast alles für das tägliche Leben war durch das Wirken von Schuhmachern, Tischlern, Böttchern, Schmieden, Sattlern, Stellmachern, Leinewebern, Schlachtern oder Bäckern vor Ort. „Selbst 1950 gab es in Wallensen mit drei Schlachtern, zwei Bäckern, sechs Tischlern, zwei Schuhmachern, zwei Sattlern, zwei Schmieden, einem Zimmermann, zwei Baugeschäften, einer Gärtnerei, einer Molkerei, zwei Klempnern, zwei Elektrikern und fünf weiteren Geschäften eine heute kaum noch vorstellbare Vielfalt in dem Ort“, erklärte Meier im Gespräch.

Durch die Stadtrechte verfügte Wallensen auch über 54 Braustellen. Im 18. Jahrhundert wurde ein zentrales Brauhaus am Mühlenwall gebaut. Der letzte Braumeister war Ernst Georg Joseph Picker, dessen Familie das 1842 neu errichtete Brauhaus erwarb und bis 1906 betrieb. Das Brauhaus beinhaltete damals auch die Feuerspritze inklusive einer großen Feuerleiter. Mittlerweile ist das ehemalige Brauhaus ein in Privatbesitz befindliches Mietshaus am Mühlenwall.gök

Der Mühlenstein im Mühlenwall zeugt noch heute von der Mühlengeschichte in Wallensen. FOTO: GÖK


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