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Eine besondere Jahreshauptversammlung: Heimatverein Krankenhagen "erlebt" Uhlenbusch

Historische Zeitreise durch Krankenhagen

Krankenhagen (who). Der Heimatverein Krankenhagen hat sich auf eine besondere Art für seine Jahreshauptversammlung warm gelaufen: Die Gaststube des Gasthauses Kuhlmann ist dabei zum Rahmen für eine historische Zeitreise durch das dörfliche Leben geworden.

veröffentlicht am 21.05.2007 um 00:00 Uhr

Der Vorstand des Heimatvereins Krankenhagen (v.l.): Peter Anders

Unter dem Titel "Uhlenbusch istüberall" nahm Ulrike Tubbe-Neuberg Versammlung mit ins imaginäre Uhlenbusch als in ein Dorf, das in Ansätzen oder größeren Ausschnitten heute immer noch auf dem Lande zu finden sei. Was das bedeutet, weiß die Wahl-Steinbergerin und Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Hannover von Bereisungen aus eigener Anschauung. In einer Art Multi-Media-Schau malte sie mit Original-Dorfgeräuschen ein Bühnenbild für die Auftritte von Bewohnern und Besuchern in Uhlenbusch. Die Figuren mit ihren persönlichen Sichtweisen wurden in passender Kostümierung von ihr persönlich gespielt. So der Urlaubersohn Alex aus der Stadt, der es "cool" fand, in den Ferien unter anderem das frische Gemüse aus dem Garten von Frau Molentin genießen zu dürfen oder die Neubürgerin aus der Stadt, die die Ruhe schätzte und von ihren Erfahrungen bei ihren Bemühungen, Anschluss an die Dorfgemeinschaft zu bekommen, erzählte. Dazu der Bürgermeister Evers, der von seinen Sorgen über die drohende Schließung des Tante-Emma-Ladens sowie den Bestrebungen, dörfliche Infrastruktur zu erhalten, berichtete. Krankenhagens Ortsbürgermeister Gerhard Werner war der verständnisvolle Gesprächspartner seines Amtskollegen aus Uhlenbusch und konnte offenbar dessen Sorgen leicht nachvollziehen, aber auch wertvolle Tipps mitnehmen. Zum Beispiel, dass es keinen Sinn macht, einen Zwischenlagerplatz für Grünabfälle vorzuhalten.Grund: "Es gibt immer irgendwelche Leute, die dann alles mögliche anschleppen, was da nicht hingehört." Dass Uhlenbusch tatsächlich lebendige Wirklichkeit ist, durften Werner und die anderen Versammlungsteilnehmer anschließend hautnah erleben. Bei der Vorstandswahl war es offenbar nicht ganz leicht, den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden zu besetzen. Für die bisherige Vize-Vorsitzende Marlene Kuhlmann konnte noch kein Nachfolger gewählt werden. Deshalb der Beschluss und Auftrag: Bis Ende September soll bei einer weiteren Mitgliederversammlung die Lücke geschlossen werden. Der Rest war dagegen leichter: Für Vorsitzenden Wolfgang Hake, Schriftführer Horst Kotowski, Kassierer Hartmut Bauer und seinen Stellvertreter Peter Anders hieß es Wiederwahl. Als neuer stellvertretender Schriftführer ließ sich Walter Rieken gewinnen. Um das Backhaus als zentrales Projekt des Vereins gab es eine Diskussion, die mit dem Beschluss endete, bei den Backtagen künftig nur noch Zuckerkuchen zu fabrizieren. Grund: Bäckermeister Josef Rieger wünschte sich eine Befreiung vom anstrengenden Brotteig kneten. Die Backtage sollen künftig jeweils am ersten Wochenende im Monat stattfinden. Der Start wird kurzfristig bekannt gegeben. Als mögliches Projekt für 2007/08 regte Kassierer Hartmut Bauer an, ein Blockhaus beim Backhaus als Kaffeestube und für Ausstellungen zu errichten. Fest steht der Termin am 15. September für eine Fahrt nach Ohndorf mit Marlene Kuhlmann als Führerin beim Ortsrundgang. Insgesamt wünschte der Ortsbürgermeister dem Verein eine Neubelebung und weiterhin gute Ideen sowie eine Erweiterung als Dorfverein, der mit seinen Beiträgen insgesamt das gemeinschaftliche Leben in Krankenhagen befruchten solle.



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