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Zackelschau im Revier Osterwald

Hirsch Kronprinz gehört zur Spitzenklasse

Wolfgang Rohrmann zeigt Abwurfstangen vom „Kronprinz“. Das stärkste Geweih der Schau zeigt, dass der zehnjährige Hirsch zur deutschen Spitzenklasse zu zählen ist.

veröffentlicht am 01.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:21 Uhr

Foto: gho

Osterwald (gho). Eine große Schar interessierter Jäger und Naturfreunde hatte sich auf der großen Waldwiese in Osterwald eingefunden, und alle waren neugierig, was die Stangensucher in diesem Frühjahr denn so alles gefunden hatten. Nach dem Signal „Begrüßung“ von Adi Männle mit seiner Bläsergruppe sowie der Ansprache durch Hochwildring-Vorsitzenden Friedrich Wittkopp aus Dörpe hatte Wolfgang Rohrmann das Sagen.

Rohrmann dankte insbesondere den Suchern, die schon mal an die 25 Kilometer kreuz und quer durch den „Busch“ liefen, bis sie endlich einen bestimmten Abwurf gefunden hätten. Anhand der ausgestellten Exponate erläuterte der Waidmann die Namensgebung besonders der älteren Rothirsche, die aus rein praktischen Erwägungen durch Besonderheiten des Hirsches oder der Örtlichkeit ihrer ersten Beobachtung zustande kämen und nichts mit Haustier-Nostalgie zu tun habe.

So wisse man, dass der „Don Quichotte“ oder der „Frischling“ mit über 14 oder 15 Jahren die zur Zeit ältesten Hirsche des Osterwaldes sind und wegen ihrer Überalterung und Vergreisung dringend erlegt werden müssten, wenn sie sich denn während der Jagdzeit zeigten. „Es wäre doch schade, wenn wir sie verludert aus dem Busch ziehen müssten“, begründete er die Dringlichkeit.

Das stärkste Geweih und damit zur deutschen Spitzenklasse gehöre dem „Kronprinz“, der aber erst vom 9. „Kopf“ (10. Lebensjahr) sei und damit zu jung zum Abschuss. Wenn auch zwanzig Geweihstangen gefunden und bekannten Hirschen zugeordnet wurden und man neue Erkenntnisse habe gewinnen können, behalte die Natur doch manche Details für sich: der „Junior“ scheine verschwunden zu sein, der „Thuja-Hirsch“, der „Wederader“. „Bruno“, „Weißwedel“ oder „Valentin“ dagegen zögen ihre Fährten nach wie vor im Osterwald oder Nesselberg. Rohrmann mahnte einen besseren Informationfluss zwischen den Revierinhabern an zum Wohle der gesamten Rotwildpopulation. Leckere Düfte von Kaffee oder vom Grill lockten die Besucher am Schluss zur Jagdhütte, wo noch ausgiebig gefachsinpelt wurde.



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