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"Nicht akzeptable Risiken in Kostenplanung" / Auszug aus Georg-Wilhelm-Haus

Hiobsbotschaft: Franks legen Pläne für Eilser "Beauty Campus" auf Eis!

Bad Eilsen. Hiobsbotschaft aus dem Georg-Wilhelm-Haus: Die "Beauty Campus Facility Management GbR" setzt ihre Planungsaktivitäten am Standort aus. Das entsprechende Schreiben, das unter der Überschrift "Aufhebung des Kaufvertrages" steht, erreichte die Landes-Zeitung gestern.

veröffentlicht am 03.09.2008 um 00:00 Uhr

Die GmbH verlässt den Standort im Georg-Wilhelm-Haus. Foto: tw

Autor:

Thomas Wünsche

Begründung von Stephanie und Torsten Frank: "Die aktuellen beziehungsweise sich ändernden Rahmenbedingungen in der Gemeinde Bad Eilsen sowie der Heilquelle mit dem zugehörigen Georgenbrunnenhaus führ en zu nicht akzeptablen Risiken in der Kostenplanung." Nach Aussage des Geschaftsführer-Ehepaars wird die Beauty Campus GmbH& Co. KG das Georg-Wilhelm-Haus bis zur Klärung verlassen. Die Kosmetikpraxis im Beauty Campus werde noch kurze Zeit im Verbindungsgang zwischen Georg-Wilhelm-Haus und Kursaal verbleiben und voraussichtlich die freien Gewerbeflächen im Badehotel (ehemaliges Geschäft für Modellfahrzeuge) anmieten. Die Franks: "Ob dies für den Beauty Campus mit seinen Geschäftsfeldern Qualifizierung, Beratung und Service eine abschließende Entwicklung hinsichtlich des Georg-Wilhelm-Hauses oder des Standortes Bad Eilsen darstellt, wird von der Verbesserung der oben genannten Faktoren abhängen sowie vom Angebot alternativer Schulungsgebäude." Das Unternehmen führe die Umsetzung der vorbereiteten und zum Teil bereits vereinbarten strategischen Kooperationen fort. Die Schulungen Ende Oktober beziehungsweise Anfang November sind nach Aussage der beiden Geschäftsführer nicht betroffen und würden "gegebenenfalls anderenorts stattfinden". Gleiches gelte für die Aufnahme der Aktivitäten im Geschäftsbereich Beratung und Service. Hintergrund: Wie berichtet, hatten die Franks erst Ende Augustüber zwei "Probleme" des Standorts Bad Eilsen geklagt, die sie so zunächst nicht auf der Rechnung hatten: zum einen den auf dem Gelände der Schaumburg-Klinik geplanten Edeka/Neukauf, zum anderen das marode Georgenbrunnenhaus. Aus "Campus"-Sicht droht offenbar der Verlust des Heilbad-Status, wennder Markt gebaut wird; in jedem Fall aber wird der Standort am Kurpark durch das Mehr an Verkehr im Zuge des Marktbaus angeblich unattraktiv. Was das Georgenbrunnenhaus betrifft, mögen die Geschäftsführer zumindest momentan noch nicht ausschließen, dass sich dessen Substanz durch Erschütterungen infolge der Zunahme von (Edeka-) Schwerlastverkehr auf der Bahnhofstraße weiter verschlechtern wird. Unterm Strich stellen die Franks den Politikern offenbar die Gretchenfrage, die da zu lauten scheint: "Wen wollt ihr lieber in Bad Eilsen - den Neukauf oder den Beauty Campus?"

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