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Schuhe und Matratzen für Kinderheim vor Ort gekauft

Hilfseinsatz in Kenia

Hameln. Die Hamelner Adventgemeinde konnte jetzt an einem Reisebericht teilnehmen. Nachdem im vergangenen Jahr Jugendliche ihrer Gemeinde in Uganda zu einem Hilfseinsatz waren, fuhren Anfang des Jahres vier junge Leute nach Kenia, um dort einen Monat lang in einem Kinderdorf zu arbeiten, berichtet Christel Tietz. Vera, Monika, Bärbel und Jörg dachten nicht an Sonnenbräune und Stranderlebnisse. Es ging ihnen darum, Menschen in Not zu helfen. Sie besuchten ein Kinderheim 150 Kilometer westlich von Nairobi in Kenia. Hier werden 140 Kinder versorgt. Geleitet wird das Heim von einem Australier. Dieses Kinderheim nimmt Behinderte, Ausgestoßene und Aidskranke auf – Kinder, die niemand haben will.

veröffentlicht am 12.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

Über die Sandalen freuen sich die Kinder in dem Kinderheim.

Ausgerüstet mit übervollen Koffern, Werkzeugen und medizinischem Material nahmen der Krankenpfleger, die Politikstudentin und die anderen beiden jungen Leute aus dem Weserbergland einen Flug nach Nairobi. Die medizinische Versorgung im Kinderdorf lag am Boden, so viel wussten sie bereits im Vorfeld. Krankenpfleger Jörg Tietze aus Wörderfeld kam kaum angekommen, sofort zum Einsatz. Es wurden Sprechstunden eingerichtet und er konnte bei kleinen Problemen direkt helfen. Die Adventgemeinde Hameln hatte den Helfern Spenden aus ihrem sozialen Etat mitgegeben, die vor Ort eingesetzt werden sollten. Es war allen Spender bestätigt worden, dass die gelder ausschließlich für die Kinder eingesetzt werden. Das Foto zeigt eine Gruppe Kinder, die neue Schuhe bekommen konnten. Auch die Schlafbedingungen waren für die Helfer kaum zu akzeptieren. So fassten sie den Entschluss, per Internet zu Spenden für Matratzen aufzurufen. Es sei ein Fest für das ganze Dorf gewesen, als ein Lkw die Matratzen anlieferte. Jeder Helfer konnte eingesetzt werden: Es gab Unterricht in Schule und Kindergarten, die Helfer reparierten Stühle, Tische, Bänke und Fahrzeuge und setzten Fensterscheiben ein. Vieles können die Menschen einfach nicht instand setzten, weil es ihnen an Geld fehlt, um manchmal auch nur die kleinsten Dinge zu kaufen.

Die vier Teilnehmer bedankten sich bei allen, die mitgeholfen haben, „dass wir diese Arbeit im Kinderdorf machen konnten“. Die Teilnehmer meinten, dass sie alles Leid vergessen konnten, wenn sie die dankbaren Kinderaugen sahen. Und sie sind sich sicher, dass diese Reise nicht ihr letzter Hilfseinsatz war.



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