weather-image
Vorstand des Schützenvereins Rehren wieder komplett - Zukunft jedoch weiterhin ungewiss

Hilferuf stößt auf nur geringe Resonanz

Rehren (la). Schützenvereine haben mehr und mehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Nicht nur im aktiven Bereich, auch für die Vorstandsämter fehlt es an engagierten Mitgliedern. So auch beim Schützenverein Rehren. "Die älteren Mitglieder haben jahrelang etwas für den Verein getan und wollen jetzt aufhören, aber keiner will mehr Verantwortung übernehmen", beklagte der Vorsitzende des Schützenvereins Rehren, Bernd Wentzel, die Situation bereits bei der Jahresversammlung im März.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

Bernd Wentzel (r.) ernennt Wilhelm Watermann zum Ehrenmitglied d

Die Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und des Schießsportleiters konnten damals nicht besetzt werden. Aufgrund einer Aufforderung des Amtsgerichts Bückeburg, den Vorstand satzungsgemäß zu komplettieren, hatte Wentzel alle Mitglieder zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen. "Das war ein Hilferuf des Vorsitzenden, aber er ist leider nur auf wenig Resonanz gestoßen", stellte Gerd Kuhnt fest. Nur 28 der 112 Mitglieder waren in das Schützenhaus gekommen. Dank intensiver Vorgespräche war es Wentzel gelungen, wenigstens "Freiwillige" für den geschäftsführenden Vorstand zu finden. Andrea Seiler übernahm das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden, Gerd Kuhnt wurde einstimmig zum Schießsportleiter gewählt. Vorsitzender bleibt Bernd Wentzel, Rainer Rodewald Schatzmeisterund Gabriele Kiers Schriftführerin. Im erweiterten Vorstand ist Marina Schmitt Damenleiterin. Alle Stellvertreterposten sowie das Amt des Haus- und Gerätewartes sind weiter unbesetzt. "Es geht um die Zukunft des Vereins. Da ist es traurig, dass nur so wenige Mitglieder gekommen sind. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Jeder muss sich einbringen, wenn unser Verein weiter bestehen soll", appellierte Wentzel. Bis zum März 2008 müsse sich unbedingt etwas tun, denn der Vorstand sei nur bis zur nächsten Jahresversammlung im Amt, und auch er werde dann als Vorsitzender zurücktreten. Zehn Jahre seien schließlich genug. "Außer Rainer Rodewald macht wohl niemand weiter, und ich denke, dass wir alle wissen, was das bedeutet", mahnte Kuhnt. Wentzel zeigte den Mitgliedern die Möglichkeiten auf, die dann bestünden. "Ein Notvorstand müsste eingesetzt werden oder eine Fusion mit einem anderen Verein in Erwägung gezogen werden. Beides wäre nicht gut." In den nächsten Monaten wollen sich die Schützen verstärkt Gedanken über die Mitgliederwerbung - vor allem Jugendlicher - machen. Über 20 Austritte seien in den letzten Monaten zu verzeichnen gewesen, sagte Rainer Rodewald. "Unter 100 Mitgliedern ist unser Verein nicht mehr tragbar", mahnte der Schatzmeister. "Wir müssen unseren Verein wieder mit Leben erfüllen, oder er stirbt. Die Mitglieder müssen machen, nicht reden", sagte Wentzel abschließend. Dann gab es aber doch noch etwas Positives. Wentzel ehrte Wilhelm Watermann, der 27 Jahre als Schießsportleiter für den SV Rehren aktiv war und ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Am 24. November treffen sich die Schützen um 19 Uhr zum Grünkohlessen im Schützenhaus.

Zurzeit ist der geschäftsführende Vorstand des Schützenvereins R
  • Zurzeit ist der geschäftsführende Vorstand des Schützenvereins Rehren mit Gerd Kuhnt (v.l.), Gabriele Kiers, Bernd Wentzel, Andrea Seiler und Rainer Rodewald komplett. Fotos: la

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare