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Reese kürzt eigenmächtig Rechnung

Hilferuf: Der VfL wartet seit sechs Monaten auf Geld

Bad Nenndorf (rwe). Zwischen dem VfL Bad Nenndorf und dem Samtgemeindebürgermeister gibt es mächtig Ärger. Bernd Reese hatte die Reinigungsrechnung für das VfL-Dorado eigenmächtig und kommentarlos um 855 Euro gekürzt. Mündliche und schriftliche Erinnerungen halfen nicht. Seit dem 14. November wartet der Verein auf sein Geld. Vorsitzender Volker Thies bittet nundie Politik um Hilfe.

veröffentlicht am 30.05.2008 um 00:00 Uhr

Der im Frühjahr 2006 geschlossene Vertrag zwischen dem VfL Bad Nenndorf und der Samtgemeinde Nenndorf lässt eigentlich keine Zweifel aufkommen. Für jede "Schulstunde" im VfL-Dorado stellt der Verein halbjährlich anteilige Reinigungskosten in Höhe von 5 Euro in Rechnung. Im November legte der Verein der Samtgemeinde eine Liste mit 688 Stunden vor, insgesamt wurden 3440 Euro fällig. Doch im Gegensatz zu den beiden vorherigen Rechnungen wurde der Betrag dieses Mal gekürzt. Kommentarlos. Nur 2585 Euro gingen auf dem Vereinskonto ein. Die VfL-Spitze wartete zunächst ab und erfuhr bei einem Anruf im Januar, dass der Samtgemeindebürgermeister die Summe reduziert hatte. Eine Erklärung dazu gab es nicht. VfL-Vorsitzender Volker Thies sprach Reese von sich aus zweimal an. Dieser habe ihm zu verstehen gegeben, dass die Samtgemeinde gehalten ist zu sparen. Doch Thies gab sich damit nicht zufrieden. Er erinnerte Reese im April noch einmal per E-Mail an den offenen Posten. Doch auch darauf gab es keine Reaktion. Am 22. Mai mahnte der VfL-Chef in einem Brief an Reese die Zahlung der 855 Euro bis zum 9. Juni an und verwies auf die gültige Vereinbarung. "Die Kürzung ist nicht akzeptabel", schrieb er. Zugleich informierte der Vorsitzende die Fraktionen im Samtgemeinderat und die Mitglieder im Jugendausschuss. "Wir wussten uns nicht mehr zu helfen", sagte Thies auf Anfrage. Pro Jahr wende der VfL aus Mitgliedsbeiträgen 16 000 Euro für die Reinigung des "VfL-Dorado" auf, die Samtgemeinde werde vereinbarungsgemäß beteiligt. Thies bat die Politiker, Reese zur Stellungnahme aufzufordern. Diese fiel im Jugendausschuss eher dürftig aus. "Wir werden noch antworten", sagte der Verwaltungschef. Er müsse klären, ob es sich bei der Abrechnung um Zeit- oder Schulstunden handelt. Das sei derzeit nicht möglich, da die Mitarbeiterin erkrankt sei. Er habe den Verantwortlichen des Vereins "mündlich zugesagt", dass er die Angelegenheit "überprüft", so der Samtgemeindebürgermeister. Er bat um Verständnis: "Wir werden eine Einigung finden." Ausschussvorsitzender Udo Husmann konnte denÄrger des Vereins verstehen. Allerdings monierte er, dass Thies das Schreiben an den Rat nicht auch an Reese geschickt hatte. Der Samtgemeindebürgermeister, selbst VfL-Mitglied und früher Fußballjugendleiter in dem Klub, wusste aber aus dem Brief, dass sich Thies bei den Fraktionen beschwert hat und dass das Thema in der Sitzung zur Sprache kommen dürfte. Da wunderte sich mancher Politiker, warum Reese den Streit nicht zuvor ausgeräumt hatte. WGN-Ratsherr Uwe Engelking wurde als einziger deutlich und unterstellte für das Verhalten sogar "bösen Willen". Dem Verein werde übel mitgespielt, die wertvolle Arbeit der Mitglieder nicht gewürdigt. Engelking: "Das sage ich nicht als VfL-Mitglied. Das ist meine persönliche Meinung als Ratsherr."



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