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Friederike Röchter ist Lindhorsts neue Ansprechpartnerin für Migranten und Ehrenamtliche

Hilfe gegen die Hilflosigkeit

Samtgemeinde Lindhorst. In kurzer Zeit hat die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Lindhorst zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erste konkrete Schritte umgesetzt. Seit dem 1. Juni ist die Awo-Sozialarbeiterin Friederike Röchter als Ansprechpartnerin vor Ort. Sie koordiniert vom Rathaus aus nicht nur die Flüchtlingshilfe, sondern ist auch Mittlerin zwischen den Migranten und ehrenamtlichen Helfern.

veröffentlicht am 03.06.2015 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 03.06.2015 um 20:15 Uhr

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Röchter bietet einmal pro Woche montags von 14 bis 16 Uhr eine Sprechstunde für die Ehrenamtlichen an, die bei der dezentralen Flüchtlingshilfe mitwirken. „Wir finden es sehr schön, dass die Samtgemeinde sich entschieden hat, uns einen Raum zur Verfügung zu stellen“, sagt die Kreisgeschäftsführerin der Awo, Heidemarie Hanauske.

Aber nicht nur für diese zwei Stunden räumt die Samtgemeinde ein Zimmer. Täglich ist Röchter dort von 8 bis 12.30 Uhr stationiert. „Ich werde aber häufig unterwegs sein“, kündigt Röchter an. Denn die dezentrale Flüchtlingsarbeit werde sie häufiger aus ihrem Büro herausführen, sodass man sie zu diesen Zeiten seltener dort antrifft.

Röchter ist 36 Jahre, verheiratet und verstärkt seit kurzer Zeit das Team für die Flüchtlingssozialarbeit. Außer für die Samtgemeinde Lindhorst ist die gebürtige Bielefelderin für die Samtgemeinde Sachsenhagen und für Flüchtlinge in Stadthagen zuständig. Rund 70 bis 80 Menschen aus unterschiedlichen Nationen fallen unter ihre Betreuung.

Nach der Ausbildung zur Krankenschwester und zur Fachkrankenpflegerin für Psychiatrie hat Röchter 13 Jahre lang in der Traumatherapie in den Bodelschwinghschen Anstalten Bethel gearbeitet. Danach schloss sie einen dreijährigen Studiengang Soziale Arbeit an. Bei einem Praktikum, das sie nach Mexiko führte, hat sie nicht nur die Flüchtlingsproblematik von süd- und mittelamerikanischen Migranten, die in die USA strebten, kennengelernt, sondern musste sich auch selbst als Fremde orientieren. „Ich weiß, wie es ist, wenn man in einem anderen Land ankommt. Wie hilflos man ist“, erinnert sie sich.

Röchter, die künftig eine Brücke zwischen den Ehrenamtlichen und der Awo bilden soll, sagt: „Ich bin für jede Idee offen.“ Alle, die mithelfen wollen, den Flüchtlingen die Integration zu erleichtern, dürfen sich bei ihr melden. „Fahrdienst, Familienpatenschaften, Ausflüge“, zählt Hanauske einige Beispiele auf, die sich bereits bewährt haben. Auch die Organisation von Sachmitteln hilft. Im Moment sind beispielsweise Fahrräder heiß begehrt.

Röchter ist zu der Sprechzeit am Montag in Zimmer 4 des Lindhorster Rathauses zu finden. Telefonisch ist sie unter den Nummern (0 57 25) 70 01 44 und (01 70) 5 24 70 91 zu erreichen.



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