weather-image
22°
×

Gruppe aus Salzhemmendorf / Vorstand wiedergewählt / Trauercafé in Planung / 93 Menschen von Ehrenamtlichen begleitet

Hildesheimer Hospizverein gedenkt der Opfer in Japan

Hildesheim/Coppenbrügge. Der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ im Kirchenkreisverband Hildesheim hat in den drei Jahren seines Bestehens 128 Mitglieder geworben. 65 ehrenamtliche Mitarbeiter wurden für die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen gewonnen. Außerdem hat sich der Verein mit zahlreichen Vereinen und anderen Einrichtungen vernetzt. Dennoch seien nicht alle Ziele erreicht, sagte der Vorsitzende Friedrich Wißmann bei der Mitgliederversammlung.

veröffentlicht am 24.03.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

Eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit soll das Angebot des Vereins bekannter machen, so Friedrich Wißmann. Auch gelte es, durch gemeinsame Unternehmungen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppen aus Hildesheim, Salzhemmendorf-Coppenbrügge sowie Bockenem-Hoheneggelsen zu stärken. Friedrich Wißmann dankte den Ehrenamtlichen, die im vorigen Jahr 93 Menschen begleitet haben. Hinzu kamen Trauerbegleitungen und Sprechzeiten im Klinikum. Bei Bestattungen, die das Ordnungsamt ausrichtete, sorgten Mitarbeiter des Vereins für einen würdigen Rahmen. Die Ehrenamtlichen nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil, um ihrer Aufgabe gewachsen zu sein. Der Verein „Geborgen bis zuletzt“ arbeitet mit Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Pflegediensten, Pastoren und Ärzten zusammen. Mit dem Kinderhospiz Löwenherz in Syke besteht eine Kooperation.. Ein neues Angebot wird es voraussichtlich nach den Sommerferien im Altenheim Am Steinberg geben: Einmal im Monat können dort dann Menschen unverbindlich beim „Trauercafé“ miteinander ins Gespräch kommen.

Die Mitgliederversammlung bestätigte den gesamten Vorstand durch Wiederwahl. Vorsitzender bleibt somit Friedrich Wißmann, weitere Vorstandsmitglieder sind Helga Anton, Klaus Kastmann, Sabine Drüke, Christiane Mayer-Hallemann, Sigrid Gottschalk, Elke Krämer und Peter Marhenke.

In einem Vortrag zum Thema „Die Grenzen des Lebens“ sprach Pastorin Nora Steen die nukleare Katastrophe in Japan an. Das Ereignis erinnere die Menschen der westlichen Gesellschaft an die Grenzen ihrer Fähigkeit, die Dinge aktiv zu gestalten und zu kontrollieren, so Pastorin Steen. In der alltäglichen Wirklichkeit versuche die Gesellschaft, den Tod auszublenden. Auch die Fähigkeit, für das Ende des Lebens die richtigen Worte zu finden, gehe dadurch zunehmend verloren. In einer Andacht unter Leitung von Superintendent Helmut Aßmann beteten die Mitglieder für die Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Japan.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige