weather-image
28°

Hightech satt im Klassenzimmer der Zukunft

Stellt euch vor, in eurer Klasse gibt es keine Tafel mehr, sondern eine große Leinwand, ihr schreibt nicht mehr in Schulhefte, sondern tippt eure Aufgaben in Computer und könnt in manchen Fächern auch das Internet nutzen, um Informationen zu sammeln. Unmöglich, denkt ihr? Vielleicht jetzt noch. Aber in ein paar Jahren könnte es dieses neue Klassenzimmer schon geben.

veröffentlicht am 05.03.2010 um 10:29 Uhr
aktualisiert am 05.03.2010 um 15:54 Uhr

500 Schüler besuchten das digitale Klassenzimmer auf der CeBIT i

Schon jetzt gibt es auf der CeBIT – das ist die große Ausstellung in Hannover, auf der Computer und neue Techniken vorgestellt werden – einen solchen Stand. Dort stehen Tische mit eingebauten PC-Displays, Tafeln, die auf Berührung reagieren und kleine Laptops für die Schüler. Über 500 Schüler haben während der fünf Messetage ihren Unterricht in das digitale Klassenzimmer verlegt.

Sorgen Computer und Technik auf der CeBIT dafür, dass der Unterricht neu und spannend ist, ist diese neue Form des Lernens in den echten Klassenzimmern noch nicht möglich. Auch wenn es an immer mehr Schulen PC-Räume gibt, sind noch lange nicht genug Computer für alle Schüler da. Durchschnittlich mussten sich vor einem Jahr noch neun Schüler einen Rechner teilen. 2002 waren es noch 17 Schüler.

Aber auch wenn es immer mehr PCs an den Schulen gibt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch im Unterricht genutzt werden. Oft liegt das daran, dass die Lehrer selbst nicht gut mit Computern umgehen können. Noch viel weniger wissen sie dann, wie sie ihren Unterrichtsstoff mithilfe der Rechner vermitteln sollen.

Dabei wäre es wichtig, dass die Schüler mehr über den Umgang mit Computern erfahren. Zwar nutzen viele zu Hause den PC, aber nicht alle lernen da, wie sie Texte schreiben, Tabellen erstellen oder Internetseiten gestalten können. Doch genau diese Fähigkeiten sind wichtig für das spätere Berufsleben. Außerdem sollten Schüler lernen, wie sie im Internet am besten an die gewünschten Informationen gelangen. Viele surfen zwar jeden Tag im World Wide Web, aber können nicht zwischen Inhalten unterscheiden, denen sie glauben können und solchen, die Quatsch sind. jhe

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare