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Kinderfest im Kleingartenverein am See

Hier wird Gemeinschaft gelebt

Hameln. Die größte Kleingartenanlage Hamelns vom Kleingartenverein „Am See“ verwandelte sich in ein Kinderspielparadies mit Ponyreiten und einer Garteneisenbahn. Dazu haben die aktiven Mitglieder den Kleintraktor des Vereins zu einer Lokomotive mit zwei selbst gebauten Waggons umgestaltet. Außerdem gab es ein Schminkzelt, in dem Juri Schuwje mit zwei Assistentinnen sein Farbgestaltungstalent ununterbrochen allen kleinen Mädchen und einigen Jungs widmete. Die Hüpfburg war ständig von Kindern belagert, aber auch das Dosenwerfen, Minigolfspielen und Nägelschlagen machte vielen Besuchern Spaß.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:21 Uhr

„Im digitalen Zeitalter mag das altbacken scheinen, aber die Kinder und ihre Eltern waren über unsere Angebote begeistert, die aktive Teilnahme der Kinder signalisiert ihre Sehnsucht nach Spielen, die nichts mit Gameboy oder Computerspielen zu tun haben“, meint Kristina Bandow aus dem Vorstand der Kleingartenkolonie.

Um dieses Fest finanzieren zu können, sammelt der Verein das ganze Jahr lang in die Kinderfestkasse und mit der Hilfe einiger Sponsoren ist es auch diesmal möglich gewesen, dass für über 100 Kinder Freikarten für die Eisenbahnfahrt durch die Kolonie und für das Ponyreiten vergeben werden konnten. Auch die Bratwurst von der Grillhütte konnte spendiert werden.

Dieses großzügige Angebot finde Kristina Bandow als neue Gärtnerin in der Kolonie „sehr beachtlich“. Sie hat in diesem Jahr erstmals das Kinderfest von der Planung über den Aufbau und in der Durchführung erlebt und zwar stets in Begleitung ihrer zweijährigen Enkelin. „Sie wollte gern Eisenbahn fahren, aber dann kamen wir mitten in den Reifenwechsel eines Waggons. Die Männer arbeiteten so routiniert, als wären sie im Boxenstopp beim Formel-Eins-Rennen, sodass kaum eine Unterbrechung der Linie entstand“, berichtet Kristina Bandow. Und das sei auch gut so gewesen, bei dem Andrang, der an der Bimmelbahn bestand. Kristina Bandow lobt den Charme dieses Festes, auch wenn ihre Enkelin noch gar nicht alle Angebote nutzen konnte. Sie erinnern sie an ihre Kindheit, in der auch viel gespielt wurde mit andern Kindern. Bandow dankt allen Mitgliedern der Gartenkolonie Am See für die Mühen und die Arbeit, die alle ehrenamtlich auf sich genommen haben, um den Kindern dieses Fest anbieten zu können.

Und sie genießt nebenbei das Gemeinschaftsgefühl in der Gartenkolonie, das entdeckt sie auf den gemeinschaftlichen Flächen, auf denen Fußball gespielt wird, am Spielplatz, der an einem Morgen von einem ganzen Kindergarten eingenommen wurde. Sie entdeckt es auch bei den Menschen, die auf den Festen unermüdlich Bratwürste grillen und die Gäste der Vereinsgaststätte bedienen. „Ich erlebe dieselben Menschen als tatkräftige und gut beratende Gartenfreunde, wenn ich in meinem Garten Hilfe brauche. Denn ein Grundsatz gilt in der Gartenkolonie: Einer hilft dem anderen und der gibt zurück, was er oder sie kann.“

Das größte Jahresereignis ist sicherlich das Kinderfest und davon will der Vorstand auch nicht abrücken, auch wenn es mittlerweile viel mehr „auswärtige“ Kinder sind, die daran teilnehmen, als Kinder der Mitglieder. So gesehen wäre es schön, wenn noch viel mehr Eltern, einen Garten pachten und ihren Kindern dadurch den Gemeinschaftssinn nachhaltig vorleben würden. Wer Interesse daran hat, sich mit selbst angebautem Gemüse oder Obst zu versorgen oder wer ganz schlicht seinen grünen Daumen beim Anpflanzen von Blumen erproben möchte und mit seinen Kindern den Zeitlauf der Natur im eigenen Garten erleben will, der ist jederzeit herzlich willkommen, für geringes Geld einen Garten zu pachten. Der Kleingartenverein Am See freut sich über neue Mitglieder mit Kindern.

Die Bimmelbahn der Kinder-Express „Am See“ war eine der Attraktionen beim Kinderfest in dem Kleingartenverein.



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