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„Hier wird Familie gelebt wie es sein soll“

Eschershausen (nig). Das Familienzentrum in Eschershausen, das vor zwei Jahren im Gebäude des Kindergartens Eschershausen eröffnet wurde, soll zum Ende dieses Schuljahres wieder geschlossen werden.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

kifa
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Eschershausen (nig). Das Familienzentrum in Eschershausen, das vor zwei Jahren im Gebäude des Kindergartens Eschershausen eröffnet wurde, soll zum Ende dieses Schuljahres wieder geschlossen werden.
 Gegen diesen Beschluss des Samtgemeinderates wehren sich aber die Eltern, deren Kinder das Familienzentrum häufig besuchen. Sie haben 600 Unterschriften gesammelt, denken an ein Bürgerbegehren. Samtgemeindebürgermeister Friedrich Mönkemeyer dagegen verteidigt die Schließung: „Das Familienzentrum war von Beginn an ein befristetes Projekt, das nun ausläuft.“ Für eine Kinderbetreuung gäbe es inzwischen genügend Alternativen.
 Das Familienzentrum Rabenhorst in Eschershausen, im September 2007 in nicht benötigten Räumen des Kindergartens eröffnet, wurde von Kindern und Eltern schnell gut angenommen. Mit einer fest angestellten Leiterin und vielen ehrenamtlichen Helfern werden hier Kinder vor allem nachmittags betreut. Von Hausaufgabenhilfe bis hin zu kindgerechten Freizeit- und Spielangeboten reichen die Möglichkeiten.
 Mittags gibt es warme Mahlzeiten, donnerstags wird gemeinsam gekocht. Damit soll nun Schluss sein. Die Eltern aber wollen das nicht akzeptieren. „Die Kinder werden hier wertgeschätzt und bekommen viel Aufmerksamkeit“, schätzt Andrea Bauer, die sich mit Simone Sontag und Christa Mikus für den Erhalt stark macht, das persönliche Betreuungsangebot. „Hier wird Familie gelebt, wie es sein soll“, ergänzt Christa Mikus. Das Familienzentrum habe sich etabliert und soll daher bestehen bleiben. „Die Schließung konterkariert die Konzeption ,Familienfreundliches Eschershausen‘“, klagen die Eltern. „Kinder sind unsere Zukunft, und müssen stark gemacht werden.“
 Samtgemeindebürgermeister Friedrich Mönkemeyer dagegen sieht keine Verschlechterung des Betreuungsangebotes in Eschershausen. Mittlerweile gäbe es die Ganztagsbetreuung an der Grundschule, ebenso werde die Einrichtung einer Nachmittagsgruppe am Kindergarten geprüft. „Wir fragen gerade bei den Eltern den Bedarf ab“, sagt Mönkemeyer. Das Angebot des Familienzentrums sei von Beginn an nur als eine Übergangslösung gedacht gewesen.

 Zudem verweist Mönkemeyer auf die Möglichkeiten des Mehrgenerationenhauses, das im Sommer in das ehemalige e.on-Gebäude am Steinweg umzieht. „Das ist ein Familienzentrum de luxe“, findet er. Hier könnten sich die ehrenamtlichen Kräfte weiterhin für die Kinderbetreuung einsetzen. Eine Krabbelgruppe gäbe es schon, mit den erweiterten Räumlichkeiten seien neue Angebote möglich.



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