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Sommerträume auf den ostfriesischen Inseln (6): Wangerooge

Hier scheint die Sonne

Wenn der Sommer naht, fahren die Menschen ans Meer. Und wo, wenn nicht auf den ostfriesischen Inseln, erleben sie mehr Meer? Die Dewezet-Serie „Sommerträume auf den ostfriesischen Inseln“ ist eine siebenteilige Liebeserklärung – heute an das schöne Wangerooge. Der letzte Teil der Serie führt am nächsten Samstag schließlich nach Norderney.

veröffentlicht am 27.07.2012 um 03:29 Uhr

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Autor:

Jean LeGrand

Wangerooge. Marion Weber hat’s gut. Sie arbeitet im Marketing der Kurverwaltung Wangerooge. „Endlich ist Sommer. Hier ist es schön warm und die Menschen freuen sich. Am Strand ist richtig was los!“ Hat ja in diesem Jahr auch lange genug gedauert, die Sache mit dem Sommer. Wangerooge, die östlichste der sieben ostfriesischen Inseln, hat sonst nämlich kein Wetterproblem. Ein perfekter Tag auf Wangerooge fängt mit einer nahezu güldenen Sonne an, die sich am Mittag strahlend-gelb und am Abend glutorange über dem (Watten)-Meer zeigt. Perfekte Tage wie diese gibt es hier gottlob viele.

Fünf Quadratkilometer ist die Urlaubsfreude groß. Das ist gemessen an den Nachbarinseln, die sich westwärts von Wangerooge wie Perlen aufreihen, recht ordentlich. Aber die Größe einer Insel ist ohnehin nicht entscheidend, sondern ihr Flair. In dieser Hinsicht hat Wangerooge Großartiges zu bieten, weil die Urlaubsmacher es verstanden haben, nicht nur Familien und ältere Generationen mit ihrem Eiland zu begeistern, sondern auch die jungen Menschen. Wangerooge verbindet. Bei soooooooo einem Strand ist das irgendwie aber wohl auch nicht so schwierig…

Da stehen sie, die weißen Strandkörbe, innen gelb-blau gestreift oder unifarben. Ein Doppelzimmer an der frischen Luft. Erst mal durchatmen und dann rein in die Fluten. Die Kinder bauen Sandburgen, das ist hier nicht verboten. Sportlich Aktive spielen Beachvolleyball oder reiten mit dem Surfbrett auf den Wellen. Wangerooge mag einen schönen Leuchtturm haben, eine hübsche Ortschaft und außerordentlich gastfreundliche Hotels, Pensionen und Restaurants, doch die größte Attraktion ist zweifellos der lange Badestrand mit seinem hellen, feinen Sand.

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Den genießt zum Beispiel auch die Familie Schweers, die jedes Jahr aus dem tiefsten Bayern meistens nicht unter acht Stunden bis hinauf an die See fährt. In der Ortschaft Harlesiel lässt sie ihr Auto stehen und setzt dann mit der Fähre über. „Seit neun Jahren kommen wir schon hierher und entdecken doch immer wieder etwas Neues auf der Insel“, stellt das Ehepaar Schweers fest und liebt doch gleichzeitig das Stete, das Verlässliche dieses Holms. Weißer Sand, sprühende Gischt, entspanntes Ambiente, daran hat sich von den Anfängen des Nordseeheilbades bis heute nichts geändert.

Es heißt, dass Erholungssuchende nirgendwo so viel Ruhe und Entspannung wie auf einer Insel finden. Wer auf Wangerooge seine Runden dreht, wird dies schnell bestätigen können. Kein Auto. Kein Lärm. Nur Wellen. Und Wind. Und Sonne. Wangerooge ist bei einem Kurorte-Vergleich vor einiger Zeit nicht ohne Grund als fußgängerfreundlichster Kurort bewertet worden. Und in der Kategorie „Atmosphäre“ belegte die Insel ebenfalls einen Spitzenplatz. Dazu hat sicher die idyllische Fahrt mit der über 100 Jahre alten Inselbahn vom Schiffsanleger durch die Lagune bis in den Ort beigetragen. Viele Menschen, die jedes Jahr ihre Sommerferien hier verbringen, verspüren weniger das Gefühl des Urlaubmachens, sondern vielmehr das des Ankommens in heimatlichen Gefilden.

Auf Wangerooge scheint die Zeit langsamer zu vergehen, und doch wird es hier nie langweilig. Neben dem aufregenden Strandleben – auch gerade an stürmischen, regnerischen Tagen im Herbst, wenn graue Wolken dräuen und es in den Stuben der Insel gemütlich wird – sind es die Geschäfte, Urlaubsquartiere und Restaurants, die für Kurzweil sorgen. Und ob Radeln, Reiten, Jogging oder Walking – die Insel lässt sich auf vielerlei Art erleben. Hinzu kommt seit kurzer Zeit auch der neue Sechs-Loch-Golf-Kurzplatz, auf dem Schnupperkurse für neugierige Anfänger, Platzreifekurse und Einzelunterricht von Frühjahr bis Herbst angeboten werden. In den Dünen, gleich neben den Tennisplätzen und der Veranstaltungs-„Dünenhalle“, liegt gut geschützt das Kinderspielhaus „Sockenland“ mit Kletterwand, Trampolinen, Rutschen und anderen Attraktionen. Mit anderen Worten: Wer auf Wangerooge nichts für seine Urlaubsgestaltung findet, findet nirgendwo etwas.

Während draußen die Brandung den Strand umspült, herrscht im Gesundheitszentrum dagegen genussvolle Stille: Hier verbinden sich Wellness und Gesundheit zu einem Ereignis für Seele und Körper. Gilt gemeinhin aber für die ganze Insel.

Von Harlesiel steuert die Fähre die Insel Wangerooge an. Die Autos bleiben am festland; die Insel ist autofrei. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www. wangerooge.de.



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