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Nicht jeder will wegen der Karriere den Arbeitgeber wechseln / Kontinuität als Vertrauensvorteil

Hier kennt jeder jeden und findet das gut

Hameln. Mobilität, Flexibilität, Veränderungsbereitschaft – so lauten in beruflicher Hinsicht die Zauberworte unserer Zeit. Wer erfolgreich im Job sein will, muss offenbar bereit sein, alle paar Jahre die Firma und oft auch den Wohnsitz zu wechseln. Doch für viele Arbeitnehmer zählen offenbar auch heute noch ganz andere Werte. Das beweist die Menge an Betriebsjubilaren, die die BHW-Bausparkasse in diesem Sommerhalbjahr verzeichnen kann. Insgesamt 169 Mitarbeiter feiern ihre langjährige Firmenzugehörigkeit – viele von ihnen sind sogar seit 40 Jahren in dem Hamelner Traditionsunternehmen beschäftigt.

veröffentlicht am 11.08.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

Einer von ihnen ist Christian Albert, der heutige Bereichsleiter der Postbank Finanzberatung begann im August 1970 seine Arbeit für BHW: „Ich war ursprünglich beim Finanzamt in Springe, dann kam der Wehrdienst dazwischen. Ich habe dann einen Vorgesetzten gehabt, der wiederum einen Onkel bei BHW hatte, der davon schwärmte, was das für ein tolles Unternehmen sei. Da habe ich gedacht, das muss ich kennenlernen. Ich habe mich während der Wehrdienstzeit vorgestellt und so nahm das Schicksal im positiven Sinne seinen Lauf.“

Für Ina Loth, ebenfalls seit 40 Jahren im Unternehmen, gehörte BHW quasi schon immer zur Familie. Die Hamelner Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin erinnert sich: „BHW begleitet mich eigentlich in meinem Leben, solange ich denken kann. Mein Vater arbeitete im BHW im jetzigen Rathaus, und da haben wir Kinder gewartet, bis er rauskam und wir mit ihm nach Hause gehen konnten. Wenn wir Glück hatten, gingen wir noch mit ihm in die Stadt und wir Kinder kriegten noch was Leckeres. Zum Schulende stand ganz schnell fest: Du bewirbst dich bei BHW und ich bin genommen worden. 1970 habe ich meine Lehre als Bürokauffrau begonnen.“

Und was schätzen die langjährigen Mitarbeiter besonders am BHW? Dazu äußert sich Sarah Jäkel aus dem Dokumentenmanagement, die dem Unternehmen seit zehn Jahren die Treue hält: „Was ich an meinem Arbeitgeber schätze, ist die fast schon familiäre Umgangsweise mit den Kollegen. Man kennt sich von der 7. Etage bis zum Keller und jeder grüßt einen und man weiß, es hat auch jeder ein offenes Ohr. Und auch die Rückendeckung, die ich während meiner Fortbildung gehabt habe.“

Auch Ina Loth hatte ihre persönlichen Gründe, ihr gesamtes Arbeitsleben im BHW zu verbringen: „Es ist natürlich auch die Möglichkeit, in so einem großen Konzern flexibel einen Arbeitsplatz zu bekommen, also auch zu wechseln, damit man wachsen und sich verändern kann. Das ist ein Riesenvorteil. Nach zehn Jahren Vollzeittätigkeit habe ich meine Familie gegründet und bin seit 30 Jahren teilzeitbeschäftigt. Später habe ich mich ehrenamtlich engagiert. Ehrenamtliche Tätigkeit wird im BHW durch eine spezielle Betriebsvereinbarung geregelt. Arbeit, Familie und Ehrenamt unter einen Hut zu bekommen, hat mich 40 Jahre lang hier gehalten.“

Controler Thomas Geissler, der seit Beginn seiner Ausbildung zum Bankkaufmann vor 25 Jahren bei BHW tätig ist, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Aufgrund meiner persönlichen Situation, auch der Aufgabensituation hier, hatte ich mich entschlossen, hier zu bleiben. Mit Familie, mit zwei Kindern, Verpflichtungen, den Eltern ein Stück weit zu helfen – um nicht alle drei Jahre in einem neuen Unternehmen Fuß zu fassen, sondern sich hier in einem Unternehmen weiterzuentwickeln, wo man Prozesse kennt und die Ansprechpartner kennt. Hier fühle ich mich wohl und zu Hause und kenne mein Arbeitsumfeld sehr gut.“

Zufriedene Mitarbeiter, die ihrem Arbeitgeber über viele Jahre hinweg treu bleiben, sind ein großes Potenzial für das Unternehmen BHW, das sich auf deren Loyalität verlassen kann. Christian Albert bilanziert das wie folgt: „Gut 40 Jahre BHW, das sind gut zwei Drittel meines Lebens. Das sind aber auch 40 Jahre, die ich auf keinen Fall bereue. Und ich mache mir natürlich jetzt schon hin und wieder mal Gedanken: Wie soll es eigentlich weitergehen, weil ja irgendwann auch einmal der Ruhestand winkt. Aber es macht mir noch so viel Spaß – das lass ich auf mich zukommen.“



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