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Kathrinhäger Paar organisiert Kanu-Erlebnistour für Jugendliche / Zwölf Tage fernab der Zivilisation

"Hier ist die Stille ganz deutlich zu hören"

Kathrinhagen (la). Abenteuerlustig, aber auch etwas skeptisch sind 13 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren in den Sommerferien zu einer Kanufreizeit nach Schweden aufgebrochen. Die Jugendlichen aus dem Auetal, aus Rinteln, Hameln und dem Ruhrgebiet erlebten in Värmland mit ihren Betreuern Monika und Karl-Heinz Büthe aus Kathrinhagen zwölf ereignisreiche Tage.

veröffentlicht am 08.09.2007 um 00:00 Uhr

Durch die Wildnis der schwedischen Seenlandschaft führte die Jug

Fernab von allen Bequemlichkeiten des Alltags, ohne Computer, Lan-Party, Fernseher oder Handy, machten die Jugendlichen manch nützliche Erfahrung, stießen an ihre Leistungsgrenzen und waren oft auf die Hilfe und Zusammenarbeit der anderen Mitreisenden angewiesen. "Auf diesen Reisen werden die Jugendlichen selbstbewusster und stark für den Alltag, sie sind sensibilisiert für Werte, die im Leben wichtig sind und sie können durch das Gruppenbewusstsein Konflikte besser bewältigen", weiß Heilpraktikerin Monika Büthe zu berichten, die in ihrer Praxis "Lichtblick" die Reise bis ins Detail vorbereitet hatte. Im schwedischen Värmland angekommen, gaben Wind und Wetter den Tagesrhythmus der Gruppe an. Über 100 Kilometer erpaddelten sich die Jugendlichen in dem naturschönen weitläufigen Seengebiet. Auf kleinen Inseln oder Landzungen wurde das Lager für die Nacht vorbereitet. Wenn Schutzhütten vorhanden waren, rollte man den Schlafsack einfach dort auf einer Isomatte aus und schlief auch schon mal unter dem Kanu. Jegliche Arbeit wurde in der freien Natur verrichtet. Das Wasser zum Trinken wurde aus dem See geholt und abgekocht. Wenn der Hunger kam, hatten es die Jugendlichen allerdings ziemlich einfach: Monika Büthe spielte die "Küchenfee" und versorgte die Gruppe von ihrem Haus aus, das die Eheleute Büthe seit einigen Jahren in Schweden besitzen. "Über 1000 Kilometer bin ich in den zwölf Tagen gefahren, um die Gruppe zu versorgen", berichtet Monika Büthe. Über 70 Brote, vier Kilogramm Käse, genauso viel Wurst, 50 Müsliriegel und 60 Liter Milch habe sie eingekauft und 25 Kilo Kartoffeln verarbeitet. "Ein Jugendlicher hat auf der Tour seinen 18. Geburtstag gefeiert und da habe ich eine Torte gebacken, die ich etwa einen Kilometer weit durch den Wald getragen habe, weil man mit dem Auto nichtbis zum Lagerplatz kam", berichtet Monika Büthe. Abends wurde im Lager die Gitarre herausgeholt und am Lagerfeuer gesungen. In dem Bewusstsein, einen ausgefüllten und erlebnisreichen Tag aus eigener Kraft bewältigt zu haben, schliefen alle erschöpft und glücklich ein. Besonders begeistert waren die Eheleute Büthe davon, wie gut sich die Jugendlichen auf der Tour verstanden. "Der große Altersunterschied machte ihnen überhaupt nichts aus", sagte Monika Büthe. Das Klima sei bestens gewesen. Die Jugendlichen haben besonders die Stille in der Natur genossen. Als die Gruppe in einen kleinen Ort mit Einkaufszentrum kam, wollten die Jugendlichen bereits nach 90 Minuten wieder zurück in die Natur. "Hier ist die Stille deutlich zu hören", sagten vor allem die Größeren, die das ruhige Leben in der Seenlandschaft sehr genossen.



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