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Stadtbrandmeister Rolf Schaper lobt erzielte Fortschritte /Übungen bei Glasfabrik und BKK

"Heye hat eine leistungsfähige Werksfeuerwehr"

Obernkirchen (sig). "Die Werksfeuerwehr der Glasfabrik Heye macht große Fortschritte", berichtete Stadtbrandmeister Rolf Schaper bei der Zusammenkunft des Ausschusses für Ordnungs- und Feuerwehrwesen. Der Betrieb habe für eine deutlich stärkere personelle und zugleich technische Ausstattung der Blauröcke gesorgt. Das erhöhe die Sicherheit des Werkes.

veröffentlicht am 07.10.2006 um 00:00 Uhr

Bei der BKK 24 steht Menschenrettung im Vordergrund. Eine Person

Den Nachweis für die Richtigkeit dieses Lobes trat die Heye-Wehr schon kurze Zeit später bei einer Übung an, die sie gemeinsam mit den Blauröcken der Ortswehr abhielt. Die Aufgabe war sehr realistisch. Es war angenommen worden, dass unter einer stillgelegten Glaswanne ein Brand ausgebrochen sei. Die dadurch vorhandene Gefährdung wurde erhöht durch die Annahme, dass sich im Geschoss darunter eine Trafostation befindet. In diesem Bereich sollen zudem Fässer mit Säuren und Laugen gelagert sein. Soweit die Vorgaben des Übungsplanes. Unter diesen Voraussetzungen war es logisch, dass der Gefahrgutzug angefordert werden musste, den der Landkreis in Obernkirchen stationiert hat. Sechs Männer legten für diesen besonderen Einsatz die voluminöse Kleidung an, die gegen Flammen und Chemikalien schützen soll. Erst dann drangen sie in den Gefahrenbereich vor. In der Zwischenzeit bereiteten andere Angehörige des Sonderzuges alles vor, um den Inhalt aus den Fässern abzupumpen, die vorher aus dem Gebäude herausgeholt wurden. Die Männer der Werksfeuerwehr nahmen indessen die Brandbekämpfung vor. Für diesen Zweck standen auch Atemschutzgeräte zur Verfügung. Das Wasser musste nicht weither geholt werden. Im Betriebsbereich gibt es Hydranten und Hochbehälter mit Löschwasser. Das gesamte Geschehen verfolgte aufmerksam Eckhard Koch, der bei Heye für die Arbeitssicherheit im Brandschutz zuständig ist. Er berichtete, dass seine Werkswehr inzwischen über 42 nebenberufliche Mitglieder verfügt. Alle sind Mitarbeiter des Betriebes. Geleitet werden sie von Wolfgang Bolte, der als Ortsbrandmeister der Bergstadt ein anerkannter Fachmann auf diesem Feld ist. Eckhard Koch: "Unsere Wehr verfügt über zwei Fahrzeuge, für die auch ein Gerätehaus zur Verfügung steht." Natürlich sind wegen der Schichtarbeit nicht alle der 42 Werksfeuerwehrleute gleichzeitig abrufbereit. Zum Zeitpunkt der Übung waren es immerhin 16. Dazu kam die Verstärkung aus der Ortsfeuerwehr. Im Ernstfall ist esjedoch möglich, auch diejenigen Angehörigen der Werkswehr zu alarmieren, die gerade eine Freischicht haben. Die Werksleitung hat nämlich für alle digitale Meldeempfänger angeschafft. Fast zeitgleich gab es in der Bergstadt eine weitere Einsatzübung, und zwar erstmalig auf dem Gelände der BKK an der Röserheide. Von dort wurde Alarm ausgelöst, zunächst für die Wehren aus Gelldorf und Vehlen, danach für Röhrkasten und Krainhagen. Angenommen wurde ein Brand in einem Büroraum im ersten Stock. Dort befanden sich keine Personen. Durchdie starke Rauchentwicklung mussten in diesem Trakt zwei Personen über eine Steckleiter gerettet werden; eine dritte holte ein Trupp mit Atemschutzgeräten aus dem Gebäude. Probleme gab es dort bei der Löschwasserversorgung. Ein Unterflurhydrant an der Liekweger Straße war nicht in Ordnung. Er soll jetzt umgehend repariert werden. Deshalb mussten die Löschtrupps über einen entfernt gelegenen Hydranten versorgt werden. Zusätzliche Leitungen wurden zum Löschteich an der Regede verlegt. Beim ersten Versuch war die Strecke zu lang. Im zweiten Anlauf fanden die Männer eine Abkürzung, so dass 1000 Meter Schlauchleitung ausreichten.

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