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TuS gewinnt in der Oberliga gegen BG Göttingen 101:98

Herzschlagfinale in Lindhorst

Basketball (rh). Es war wie jedes Jahr: Die Punktspiele der Oberliga zwischen dem TuS Jahn Lindhorst und der BG 74 Göttingen sind nichts für nervenschwache Menschen. Es sind Krimis, die immer unter dramatischen Bedingungen erst in den Schlusssekunden entschieden werden. Am Ende behielt der TuS mit 101:98 (53:59) die Oberhand.

veröffentlicht am 23.10.2007 um 00:00 Uhr

In der Oberliga geht es momentan drunter und drüber. Da herrscht eine Ausgeglichenheit, die es einer Mannschaft wie Lindhorst ermöglicht, Meister zu werden, aber auf der anderen Seite auch abzusteigen. Der Tabellenführer SC Weende-Göttingen verlor bei Schlusslicht SG Wolfenbüttel. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein ausgeglichenes Oberligaspiel, das die Gäste aus Göttingen zur Pause mit sechs Punkten vorne sah. Was viele in der Halle bedenklich stimmte war, dass die Lindhorster Mannschaft einen ähnlichen Eindruck hinterließ, wie bei der Auftaktniederlage gegen den TK Hannover. Der TuS spielte gut, aber der allerletzte Biss, die richtige Körperspannung waren nicht zu erkennen. Das wurde nach der Pause besser, als Lindhorst sich mit einem 15:0-Lauf eine 9-Punkte Führung herausspielte. Mit einem Punkt führte Lindhorst dann vor dem Schlussviertel, in dem dann die Mannschaften endlich ihre Betriebstemperatur erreicht hatten. Jetzt wurde richtig gefightet. Überragend beim TuS war wieder Alexander Weinert, der, wenn er den Ball in der Zone erhielt, mit seinenzwei oder drei Gegenspielern machte, was er wollte. Gegen seinen "aufgelösten Sternschritt" in zahlreichen Variationen fand niemand ein Mittel. Aber auch alle anderen Spieler waren jetzt stark. Auch Göttingen hielt dagegen, entwickelte aus der Halbdistanz einen unglaubliche Treffsicherheit und lag vier Minuten vor dem Ende mit 96:91 vorn. Doch der TuS kämpfte sich wieder heran und hatte 38 Sekunden vor dem Ende die Siegpunkte in der Hand, den Korbleger versiebte der starke Victor Burhanau undim Gegenzug erzielte der Gast einen Korb und erhielt einen Freiwurf dazu. 35 Sekunden vor Schluss gab niemand mehr einen Cent für den TuS. Doch der Gast vergab den Freiwurf, holte sich aber den Rebound und hatte Ballbesitz. Christian Brenneke stahl den Ball und netzte ein zur Lindhorster Führung zwölf Sekunden vor Schluss. Und um alles noch zu toppen, stoppte Lars Schierhorn den letzten Göttinger Angriff, erkämpfte sich den Ball und beendete das Spiel synchron mit der Schlusssirene mit einem spektakulären Dunking. TuS: Allak, Victor Burhanau 23, Weinert 23, Oleg Burhanau 12, Glänzer 5, Brenneke 20, Bednareck 10, Schierhorn 8.

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