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Ratsgymnasium erhält seinen Wunschkandidaten als neuen Schulleiter / Erfahrung aus der Wirtschaft

"Herzlich willkommen, Herr Frommeyer"

Stadthagen (jl). Seit gestern ist die Spitze der Schulleitung am Ratsgymnasium (RGS) wieder besetzt. Der neue Chef des Hauses heißt Heinrich Frommeyer. Er ist der Wunschkandidat des Kollegiums und wurde gestern Nachmittag mit großem Bahnhof begrüßt. Mit Frommeyers Dienstantritt endet am RGS eine Übergangszeit von etwas mehr als einem Jahr.

veröffentlicht am 06.02.2007 um 00:00 Uhr

Wechsel: Die bisherige kommissarische Schulleiterin Angelika Has

Frommeyer hat zuletzt mehrere Jahre in der Schulleitung der Ricarda-Huch-Schule in Hannover als Koordinator und davor an einer Gesamtschule in der Landeshauptstadt gearbeitet. Der 48-jährige Pädagoge bringt obendrein vier Jahre Erfahrungen aus der Wirtschaft mit. Bei einem großen Chemiekonzern in Düsseldorf hat er nach dem Ende seiner Lehrerausbildung unter anderem im Marketing gearbeitet, bevor er dann in den Schuldienst ging. Frommeyers Fächer sind Deutsch und Kunst. Von der Ricarda-Huch-Schule bringt der neue RGS-Leiter zudem Erfahrungen mit, die der Schule vom Sommer dieses Jahres an sehr nützlich sein dürften: Das hannoversche Gymnasium ist eine der Einrichtungen, an denen zwei Jahre lang das Modell Eigenverantwortliche Schule ausprobiert worden ist, das vom Sommer an zur Regel werden soll. Dezernentin Roswitha Strickstrack-Garcia von der Landesschulbehörde erinnerte daran, dass das Stadthäger Gymnasium ein turbulentes Jahr ohne Schulleiter hinter sich habe. Ein Beispiel sei das erste Zentralabitur, das zudem unter Dezernentenaufsicht stattgefunden habe. "Sie haben weiter gearbeitet, als gebe es keine Vakanz", lobte sie. Das sei besonders ein Verdienst der bisherigen kommissarischen und jetzt wieder stellvertretenden Schulleiterin Angelika Hasemann. So viel Engagement mit Kompetenz an einem großen Gymnasium -"das hat mich beeindruckt". Hasemann dankte allen beteiligten Instanzen, dass das Besetzungsverfahren zu diesem Termin zu Ende geführt worden sei. Als einen "Glücksfall" wertete sie sie die Wiederholung des Verfahrens wegen des Einspruchs der Gleichstellungsbeauftragten. Denn erst beim zweiten Anlauf habe sich Frommeyer beworben, der von den 101 Stimmen der Gesamtkonferenz 87 bekommen habe. Konkurriert hatte der hannoversche Bewerber mit einer Pädagogin aus Bückeburg. Hasemann wünschte sich, dass die bewegten Zeiten am RGS ein Ende haben und dass Frommeyer vom Kollegium die solidarische Unterstützung bekomme, "die ich in der Vakanz erfahren habe", und dass die Schule "einige gut bewährte Wege weiter gehen kann." "Herzlich Willkommen, Herr Frommeyer", sagte gestern nicht nur Schulelternratsvorsitzende Regina Soergel. Auf seine Art drückte sich auch Personalrat Simon Chlouba so aus. Frommeyer dankte für den großen "Vertrauensvorschuss". Seine Kurzprogrammatik lautete "Schule kann gelingen", und das hänge entscheidend von den Lehrern ab. Diesbezüglich habe das RGS-Kollegium "eine große Habenseite", lobte der Neue.

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