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Ehepaar Giere feiert "Eiserne Hochzeit"

"Herrliche Flitterwochen" vor 65 Jahren in Mariazell

Rinteln (who). Mitten im Zweiten Weltkrieg haben Alfred und Elfriede Giere, geborene Lohmann, geheiratet. Am 14. Mai 1943 standesamtlich, einen Tag später in der Kirche zu Steinbergen.

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

Bei der zweiten Begegnung, beim Tanz im Auetal, hatte es gefunkt zwischen dem jungen Soldaten aus Peine und dem Mädchen aus Ahe. "Und wir haben herrliche Flitterwochen in Mariazell verlebt", schwärmt Alfred Giere. Denn er durfte seine frisch angetraute Ehefrau in den bayrischen Urlaubsort mitnehmen, wo er im Erholungsheim der Fallschirmspringertruppen eine Verwundung auskurierte. Die Kriegsgefangenschaft in Russland war für Alfred Giere verhältnismäßig früh beendet und er konnte zu seiner Frau und an den gemeinsamen Wohnsitz in Ahe zurückkehren. "Ich wurde 1945 entlassen, mit gefälschten Papieren", verrät er. Ein Berliner Ganove habe ihm dafür aus einem Radiergummi den passenden Stempel geschnitzt. Mit Stempeln hatte es Alfred Giere auch einige Jahre in Ahe zu tun - als Bürgermeister von Ahe. Von dort aus sind die Eheleute in ihre gemeinsame berufliche Zukunft gestartet. In der Rintelner Nordstadt haben sie von 1949 bis 1978 mehrere Lebensmittelgeschäfte betrieben. Fast 15 Jahre lang war Alfred Giere Vorsitzender des Schaumburger Einzelhandelsverbandes. "Die gemeinsame Freizeit gehörte aber dem Tanzen", erzählt er. Er und seine Frau haben fast jedes Wochenende bei Turnieren getanzt und Preise gewonnen. Gerne hätten die Gieres ihre Eiserne Hochzeit in größerem Rahmen gefeiert, wie es geplant war. "Aber ich habe alles abgesagt", erklärt Alfred Giere. Grund: Elfriede Giere bekommt zurzeit eine Behandlung in einer Herforder Spezialklinik. "Jetzt feiern wir dafür mit ihr zusammen im kleinen Familienkreis in der Klinik", erklärt Alfred Giere die Programmänderung.



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