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Heidedichter, Naturliebhaber und Ex-Redakteur beim Heimat- und Kulturverein im Blickpunkt

Hermann Löns im "Literarischen Kabinett"

Luhden (sig). Er war ein scharfer Beobachter - nicht nur in Feld und Flur - und dazu noch ein kritischer Geist, dem das Schaumburger Land und hier besonders die ehemalige Residenzstadt zu klein waren. Die Rede ist von Hermann Löns, der am kommenden Dienstag, 21. November, ab 19.30 Uhr im Mittelpunkt des nächsten "Literarischen Abends" des Heimat- und Kulturvereins Eilsen steht.

veröffentlicht am 18.11.2006 um 00:00 Uhr

Hermann Löns

Das Treffen im Luhdener Kirchenzentrum beginnt mit einer Einführung durch Pastor Lutz Gräber. Danach tragen Friedrich Winkelhake und Dieter Gutzeit abwechselnd heitere, aber auch tiefgründige Verse und Geschichten aus dem umfangreichen Werk des Dichters vor. Bekannt wurde Löns als Journalist in Hannover vor allem durch seine satirischen Lokalglossen, in denen er unter dem Pseudonym "Fritz von der Leine" Stellung bezog und manche Zustände anprangerte. Dennoch wurde er dort Mitglied gehobener gesellschaftlicher Kreise. Ab 1893 zog es ihn häufiger in die Lüneburger Heide, die er später in Büchern und Gedichten verewigte. 1906 ging er als Chefredakteur zur Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung nach Bückeburg, um hier mehr Zeit für seine Autorentätigkeit zu finden. Mit dem höfischen Leben und den damit verbundenen gesellschaftlichem Verpflichtungen und Einengungen kam Löns nicht zurecht und kehrte grollend 1909 nach Hannover zurück. Zum Auftakt des "Literarischen Kabinetts" spielen die Schaumburger Jagdhornbläser. Außerdem gibt es Snacks mit Wildspezialitäten. Karten sind im Vorverkauf für 12 Euro (einschließlich Imbiss) in der Kurverwaltung zu erhalten und bei Ralf-Markus Lehmann unter der Rufnummer (01 70) 9 11 83 04.

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