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Land(auf)Schwung des Bundes fördert Forschungsprojekt in Höxter und Holzminden

H!ERgeblieben – was planen junge Leute?

Weserbergland. Warum entscheiden sich junge Menschen dafür, in der Region zu bleiben? Dieser Fragestellung widmet sich das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH) in dem aktuellen Forschungsprojekt H!ERgeblieben.

veröffentlicht am 07.01.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:03 Uhr

Neben verschiedenen wissenschaftlichen Erhebungen zu den Einstellungen Jugendlicher und junger Erwachsener aus der Region in der Berufsorientierungsphase sowie in der frühen Berufsphase möchte das ZZHH in Workshops an vier Pilotschulen herausfinden, ob sich die Fokussierung auf die regionalen Stärken auf den Entscheidungsprozess auswirkt. Geplant ist zudem eine auf die Zielgruppe ausgerichtete Imagekampagne. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. „Der positive Ansatz, nach Gründen zugunsten einer Entscheidung für die Region zu fragen, ist nicht so präsent wie die ewige Reproduktion demografischer Hiobsbotschaften“, so Jan Schametat, Projektleiter und selbst überzeugter H!ERgebliebener. Zwar beschäftigen sich einige wissenschaftliche Studien mit der Thematik, jedoch fällt auf, dass die Ergebnisse von Region zu Region unterschiedlich ausfallen.

Für die beiden Kreise Holzminden und Höxter führt das ZZHH daher in den kommenden Monaten zwei repräsentative Studien unter Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen sowie unter H!ERgebliebenen durch, um damit eine Grundlage für die wissenschaftliche Politikberatung zu schaffen. Auf den Ergebnissen aufbauend soll außerdem in Workshops an vier Pilotschulen herausgefunden werden, in- wieweit die Zielgruppe sich mit dem Gedanken beschäftigt, sich in der Region eine Zukunft aufzubauen. Bestandteil des Projektes ist zudem eine Kampagne, die mit Botschafterinnen und Botschaftern aus der Region für die Region werben soll. Derzeit entwickelt der Grafikdesigner Alexander Schulte aus Godelheim gemeinsam mit dem Team des ZZHH ein Layout für die Kampagne, die im Frühjahr 2016 starten wird. Projektmitarbeiter Sascha Schenk führt aktuell Interviews durch, die ausgewertet und zu Fragebögen für die quantitative Studie weiterentwickelt werden sollen. Mit den ersten Zwischenergebnissen rechnet das Team im Januar. Neben den Einstellungen zur Region und den Kernfragen zum Prozess der Entscheidungsfindung interessieren die Wissenschaftler auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der regionalen Verortung der Befragten. Das Thema Identität spielt dabei eine zentrale Rolle.

Das ZZHH, das sich als kooperative Forschungseinrichtung der Hochschule OWL in Höxter und der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst in Holzminden mit Veränderungsprozessen in ländlichen Räumen beschäftigt, sieht in dem Projekt die Möglichkeit, ein Interesse der Region direkt mit dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu verknüpfen. Über Neuigkeiten informiert die Internetpräsenz des ZZHH: www.das-zukunftszentrum.de.

Das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH) der niedersächsischen HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst und der nordrhein-westfälischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist ein länderübergreifendes transdisziplinär arbeitendes Forschungszentrum. Grundidee ist es, regionale Innovationen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sowie regionaler und lokaler Entwicklungsprozesse in Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu entwickeln und so die Potenziale dieser Wirkungs- und Interessenfelder mit ihren Akteuren zu identifizieren und zu nutzen. Weitere Informationen unter www.das-zukunftszentrum.de.



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