weather-image
14°

Helmhold kandidiert für Spitzenplatz

Landkreis (ssr). Auf dem Landesparteitag am kommenden Wochenende in Hitzacker kandidiert die Grünen-Abgeordnete im Landtag, Ursula Helmhold (51) aus Rinteln - bis dato als einzige - für den Spitzenplatz auf der Grünen-Liste für die Landtagswahl im Januar 2008. "Ich hätte großen Spaß daran, für meine Partei vorneweg an der Spitze in die Auseinandersetzung ziehen zu können", verkündete sie im Pressegespräch Vorfreude - ihre Nominierung vorausgesetzt, versteht sich.

veröffentlicht am 23.06.2007 um 00:00 Uhr

Als Neuling war Helmhold 2003 in den Landtag eingezogen und hatte für ihren persönlichen Werdegang "keinerlei strategischen Plan", erzählt sie: "Es hat sich einfach eines aus dem anderen durch meine Arbeit so ergeben." Personelle Wechsel in der 14-köpfigen Grünen-Fraktion boten ihr bereits 2004 die Chance, als Vize in den Fraktionsvorstand aufzurücken und dort auch die Parlamentarische Geschäftsführung zu übernehmen. Das rückte sie rasch ins Rampenlicht des Landtagsgeschehens und ermöglichte ihr "intensive Vernetzungen auch in der Landespartei". Dazu kam, dass ihre ureigenen politischen Schwerpunkte in diesen Jahren Konjunktur haben. Die Familienpolitik etwa avancierte vom Schattendasein der Schröder'schen "Gedöns"-Abqualifizierung zum zeitweisen gesellschaftlichen Spitzenthema. Punkte machen konnte die ausgebildete Krankenschwester auch in den Bereichen Frauen und Soziales. "Das Opponieren gegen die soziale Kahlschlags-Politik von Ministerpräsident Wulff bot ein gutes Terrain - bei derStreichung des Blindengeldes zum Beispiel haben wir ihn zum Einknicken gebracht", so Helmhold. Aus diesem Werdegang habe sich ergeben, erzählt die Schaumburgerin, dass sie "seit zwei Jahren" vermehrt gefragt worden sei, ob sie sich eine Spitzenkandidatur zutraut. Eine Weile lang sei sie in sich gegangen, dann habe sie den Finger gehoben und ihre Kompetenz angeboten. "Ich finde es wichtig, dass die Grünen im Unterschied zu allen anderen Parteien eine Frau als Spitzenkanditatin zu bieten haben", nennt sie eines ihrer Motive. Als führendes Mitglied der "Projektleitgruppe Wahl" der niedersächsischen Grünen ist Helmhold seit Jahresbeginn in zahllosen Kreisverbänden gewesen. Eine knackige Zehn-Minuten-Rede ist von Helmhold jetzt am Wochenende in Hitzacker gefordert, um möglichst viele Delegierte hinter sich zu bringen. Es geht darum, durch das Benennen zentraler Programmpunkte aus ihrer Sicht "die Richtung vorzugeben" (Klimaschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit), so Helmhold. Sie ist entschieden gegen eine Koalitionsaussage vor der Wahl. Was sie für als Wahlziel für erreichbar hält? "Auf jeden Fall einen Zuwachs an Prozenten für uns - und eine Konstellation, in der ohne die Grünen nicht regiert werden kann."



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare