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Alcatel-Gelände hat Vermarktungsproblem / Stadt arbeitet mit Hochdruck an zweiter Zufahrt

Hellmanns Plan: "Wir wollen in die Offensive"

Stadthagen (jl). Das Alcatel-Gelände im Dreieck von Gubener und Enzer Straße soll nach den Darlegungen von Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) von einem entscheidenden Vermarktungs-Handicap befreit werden. Als dieses gilt die derzeit ausschließliche Zufahrt über die Gubener Straße. Die Verwaltung arbeitet zurzeit an einer Alternative aus Richtung Enzer Straße.

veröffentlicht am 20.03.2008 um 00:00 Uhr

Das Tempo, das in dieser Angelegenheit im Rathaus an den Tag gelegt wird, legt die Vermutung nahe, dass es einen ernsthaften Interessenten für die große Gewerbeimmobilie in der Stadthäger Weststadt gibt. Doch dazu hält der Bürgermeister sich bedeckt. Es habe immer wieder Interessenten gegeben, die im Rathaus oder bei der Alcatel-Nachfolgerin Nexans in Hannover angeklopft hätten. Hellmann argumentiert anders: Wenn es mal wieder ernsthaftes Interesse gebe, solle ein Hindernis beseitigt sein, dass der Vermarktung schonöfter im Wege gestanden habe: "Die Zufahrt durch ein Wohngebiet". Deshalb haben Bürgermeister und Stab diverse Hebel in Bewegung gesetzt: "Wir wollen in die Offensive", unterstrich das Stadtoberhaupt auf Nachfrage. So sind im Bauamt für die Option Enzer Straße mehrere Varianten geprüft worden: der Wegüber den Gleiskörper der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn, eine Trasse durch die Kleingärten, bei der ein Haus im Wege stünde und eine Trasse parallel zur Kleinbahn entlang dem E.on-Betriebsgelände. An dieser wird jetzt gearbeitet, weil sie mit den wenigsten Hindernissen behaftet sei. Die so genannte Parallel-Variante bedeutet aber auch Einschnitte. Betroffen, wenn auch nicht so stark bei Variante zwei, ist das Kleingartengebiet, dass zu Alcatel gehört. Deshalb hat es laut Bürgermeister bereits Gespräche mit den Kleingärtnern gegeben. Widerstände seien dabei nicht aufgetaucht. Entscheidend für diesen Plan ist die Haltung des Energieversorgers E.on. der einen Streifen seines Betriebsgeländes an der Enzer Straße für die mehrere hundert Meter lange Trasse hergeben müsste. Darüber ist das Unternehmen bereits in Kenntnis gesetzt, umfassendere Gespräche stehen nach Ostern an. Was die Stadt da anschiebt, wird laut Bürgermeister kein Alleingang, sondern geschehe in Absprache mit Nexans in Hannover. Als Alleingang soll das Ganze sowieso nicht enden, weil die Stadt die -noch nicht ermittelten - Kosten für die Zufahrt auf keinen Fall allein schultern will, wie Hellmann betonte. Der Bürgermeister sieht sich in dieser Sache denn auch eher als Beschleuniger denn als Zahlmeister. Noch in diesem Jahr soll auf jeden Fall feststehen, wie der Verkehr künftig auf das Alcatel-Gelände rollt.



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