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Benefizkonzert im Staatsarchiv zugunsten des "Erinnerungsprojekt Schaumburg"

Helen Rohrbach auf allerhöchstem Niveau

Bückeburg (mig). Dass die junge Sopranistin Helen Rohrbach schon jetzt auf allerhöchstem Niveau singt, bewies sie anlässlich eines Benefizkonzertes im voll besetzten Staatsarchiv. Der Erlös des vom "Erinnerungsprojekt Schaumburg" und dem Kulturverein ausgerichteten Liederabends wird zur Herstellung einer bronzenen Menorah verwendet.

veröffentlicht am 30.04.2008 um 00:00 Uhr

Hasso Neumann vom Arbeitskreis "Erinnerungsprojekt Schaumburg" (

Gegossen werden soll der Kultgegenstand vom Wölpinghauser Künstler Hasso Neumann, der die Zuhörer in einer kurzen Ansprache begrüßte. Neumann berichtete, dass die Menorah zum 70. Jahrestag der "Reichspogromnacht" in der St.-Martini-Kirche Stadthagen an einen Vertreter der jüdischen Gemeinde übergeben werden soll. "Wir wollen damit symbolisch die Bürgerrechte an die jüdischen Opfer in Schaumburg zurückgeben", sagte Neumann. Fünf weitere Benefizkonzerte in Bad Nenndorf, Stadthagen (zweimal), Hannover und Bergkirchen können noch besucht werden; ein Spendenkonto wurde eingerichtet (Konto der St.-Martini-Gemeinde, Sparkasse Schaumburg Konto-Nummer: 470143447, BLZ: 25551480 oder Volksbank Hameln-Stadthagen Konto-Nummer: 2167903, BLZ: 25462160). Die in Bückeburg geborene Sopranistin Helen Rohrbach begeisterte das fachkundige Publikum dann mit ihren Liedern von Johannes Brahms und Robert Schumann. Begleitet von ihrem Ehemann Christian Rohrbach sang sie mit großem Ausdruck und einer trotz des hohen Schwierigkeitsgrades schlafwandlerischen Sicherheit. Vor allem Robert Schumanns Zyklus "Frauenliebe und Leben op. 42" - als einer der wenigen in der Liedliteratur für die Frauenstimme - geriet unter ihrer Interpretation zu einem echten Erlebnis. Während durch die geöffneten Fenster Vogelstimmen zu hören waren, breitete die Sopranistin die einfühlsame "Liebes-Geschichte" einer Frau vor den Zuhörern aus. Vom fröhlichen "Seit ich ihn gesehen" bis zum traurig-melancholischen "Nun hast du mir den ersten Schmerz getan", traf die Sängerin immer den richtigen Ton und glänzte mit einem großen Stimmumfang. Nach Johannes Brahms aus 4 Balladen, op. 10 (1. Andante in d-moll, 2. Andante in D-Dur und 3. Intermezzo: Allegro in h-moll) wurden die zahlreichen Zuhörer mit ausgewählten Brahms-Liedern entlassen. Passend zum beginnenden Frühling sang Rohrbach das beschwingte "Die Mainacht, op.43 Nr. 2" und das fröhliche "Ständchen, op. 106 Nr.1". Auch hier zeigte sich die Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes in allen Lagen absolut sicher und wurde zurecht mit großen Applaus belohnt.



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