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Auetaler Haushalt 2008: Trotz entspannter Finanzlage keine besonderen Wünsche der Politiker

Held: An harter Arbeit wird es nicht mangeln

Auetal (rnk). Das Jahr neigt sich dem viel zitierten Ende entgegen, für die Politik bedeutet dies, dass der Haushalt für die nächsten zwölf Monate aufgestellt werden muss. Wo liegen die Knackpunkte? Und wie viel Spielraum gibt es überhaupt?

veröffentlicht am 29.12.2007 um 00:00 Uhr

Für Rolfshagen wird 2008 ein Jahr, in dem die großen Maßnahmen d

Für Siegbert Held kommen die großen Brocken noch. Abgearbeitet sind Umwelt und Schule, für den Vorsitzenden der Wählergemeinschaft Auetal (WGA) die Peanuts des Haushalts. Große Sprünge seien aber 2008 so oder so nicht machbar, ist sich Held sicher. Zwar fließe vom Land etwas mehr Geld ins Auetal, aber er sei schon froh, wenn die berühmte schwarze Null erreicht werde: "Eine freie Spitze sehe ich nicht." Der Blick des WGA-Ratsherrn und Rolfshägers ist schon etwas weiter in die Zukunft gereichtet. Auf 2009, wenn die Mittel für die Dorferneuerung in Rolfshagen bereitgestellt werden müssen. 2008 wird das Jahr der Planung, ein Jahr später soll mit der Umsetzung begonnen werden. Held verweist auf Rannenberg und Wiersen, wo im Rahmen derDorferneuerung die Straßen saniert wurden. Und da warten in Rolfshagen gleich eine Handvoll Kandidaten auf eine dringend erforderliche Schönheitsoperation: Horstsiek, Kirchstraße (und der gesamte Bereich drumherum), Schulhof - an Arbeit wird es nicht mangeln, meint Held. An der Unterstützung der SPD auch nicht, sagt Andreas Watermann von der SPD-Ratsfraktion. Schließlich sei der Antrag auf Aufnahme des Ortes in das Dorferneuerungsprogramm von der SPD gestellt worden. 2008 werde ein Jahr, in dem vor allem darauf zu achten sei, dass die Gemeindestraßen in einen vernünftigen Zustand versetzt würden - "so dass sie die nächsten Jahre überstehen". Große bauliche Wünsche stünden nicht auf der Tagesordnung, "auch wenn sich der Haushalt etwas entspannt hat". Doch mehr als die übliche Oberflächensanierung komme bei den Straßen auch im nächsten Jahr kaum in Frage, meint Watermann. Zwar könne man durchaus über Einzelmaßnahmen reden, "aber die kommen dochwohl zu teuer". Auch für die CDU wird 2008 ein Jahr der politischen Normalität. "Wir haben keine besonderen Wünsche" sagt Friedrich Gärling und verweist auf den Investitionsplan der Gemeinde: "Alle Maßnahmen für die nächsten zwölf Monate ergeben sich daraus." Auch Rolf Wittmann von den Grünen hat (noch) keine Wünsche für den Haushalt. Mit der SPD, mit der er zusammen die Mehrheitsgruppe im Gemeinderat bildet, will er demnächst einen Tag in Klausur gehen. Sein Schwerpunkt ist klar: Wie kann man Hochwasserschutz mit dem Naturschutz verbinden? Dass der Haushalt erst im März verabschiedet wird, ist für Gemeindekämmerer Karl-Heinz Büthe nicht weiter tragisch: Dann habe man gesichertes Zahlenmaterial, etwa über die Schlüsselzuweisungen des Landes und den Jahresabschluss 2007 - "alles andere ist Kaffeesatzleserei". Büthe verweist auf die anderen Kommunen: Auch dort werde der Haushalt immer öfter immer später verabschiedet - so wie es die Gemeinde Auetal schon seit 15 Jahre handhabe.

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