weather-image
15°
Regional gestern rund 97 Euro pro 100 Liter /Örtliche Händler blicken skeptisch in die Zukunft / Nicht bis Herbst warten

Heizölpreise erreichen Rekordhöhe - Umsatz sinkt

Landkreis. Die Rekordjagd nimmt kein Ende: Gestern hat der Preis für Heizöl bei rund 97 Euro pro 100 Liter (bei einer Abnahme von 3000 Litern) gelegen - fast doppelt so viel wie noch vor einem guten Jahr. Zum Vergleich: Im Januar 2008 kosteten 100 Liter 70 Euro, im Januar 2007 noch 50 Euro.

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

0000487894.jpg

Autor:

Caroline Biallas

Jetzt tanken oder lieber abwarten? Das ist die große Frage, die derzeit Hausbesitzer wie Geschäftsleute gleichermaßen beschäftigt. Und deshalb wollte unsere Zeitung von verschiedenen Heizölhändlern wissen, wann der günstigste Zeitpunkt zum Tanken ist, wie sich das Kaufverhalten der Kunden durch den rasanten Preisanstieg verändert hat und welche Prognosen sie für die Zukunft geben. Dass derÖlkauf deutlich zurückgegangen ist, können sowohl Waltraud Piecha von der Todenmanner Firma "Wilhelm Büscher& Co" als auch Manfred Nagel von der Krankenhäger Raiffeisen-Warenabteilung der Volksbank in Schaumburg sowie Otto Hattendorf von der gleichnamigen GmbH aus Lindhorst bestätigen. "Im Moment werden nur Kleinstmengen getankt, mit denen man sich gerade so ,davonstehlen' kann", schildert Otto Hattendorf die Lage. Und das sei ja auch kein Wunder: "Wenn jemand für 4000 Euro Heizöl kauft, braucht er ja schon einen Kredit!" Und die Rekordpreise des Heizöls seien nur der Anfang; die für Erdgas werden in spätestens drei Monaten nachziehen, ist sich Hattendorf sicher. Überhaupt vermisse er den Protest der Medien und der Politik. "Ob für Milch, Getreide oder Heizöl - überall steigen die Preise für Grundbedürfnisse, sowas müsste man verbieten!" Deshalb empfiehlt er allen Kunden, vorerst nicht mehr als nötig zu tanken. Mit großer Sorge sieht der Ölhändler jedoch in die Zukunft: "Die genaue Entwicklung kann keiner vorhersehen, aber wenn der Preisanstieg so weitergeht, löst das irgendwann eine Weltwirtschaftskrise aus..." Dass der Umsatz in Krankenhagen nachgelassen hat, kann auch Manfred Nagel als Leiter der Volksbank-Raiffeisen-Warenabteilung bestätigen, die als einziger direkter Lieferant im Rintelner Raum auch Kunden von Bösingfeld bis Bückeburg mit Heizöl versorgt: "Die Leute kaufen nur kleine Mengen, in der Hoffnung, dass der Preis irgendwann besser wird." Wie sich die Preise in den künftigen Monaten entwickeln werden, vermag er nicht zu sagen. Doch für den Fall, dass sie noch weiter steigen, sieht er deutliche Probleme. Eine konkrete Empfehlung könne er momentan nicht aussprechen, jedoch gibt er allen Kunden, die noch in diesem Jahr tanken müssen, den Rat, nicht bis zum Herbst zu warten. Denn das könne nicht nur zu einem zu hohen Andrang, sondern auch zu Engpässen führen. Dass kaum noch ein Kunde den Tank ganz auffüllt, ist auch Waltraud Piecha von der Firma Wilhelm Büscher& Co. aufgefallen: "Einige nehmen den momentanen Preis an, andere warten lieber noch." Im Großen und Ganzen beschreibt sie das Kaufverhalten aber als "sehr zurückhaltend". Und eine Prognose zur weiteren Preisentwicklung möchte sie deshalb auch nicht aussprechen...



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt