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Endgültige Kandidatenliste wird noch bestimmt / Bürgermeister seit 50 Jahren bei den Sozialdemokraten

Heinz Grabbe will Mehrheit für die SPD sichern

Ahnsen (sig). Das Zugpferd der Ahnser Sozialdemokraten, Bürgermeister Heinz Grabbe, tritt noch einmal an, und zwar sowohl für den Kreistag als auch für den Samtgemeinderat und den Gemeinderat. Mit ihm zusammen bewerben sich noch weitere zehn SPD-Kandidaten um einen Sitz im Gemeindeparlament, in dem zurzeit die Christdemokraten drei und die Sozialdemokraten acht Plätze belegen.

veröffentlicht am 25.04.2006 um 00:00 Uhr

Schon weit mehr als eine Generation lang haben die Kommunalpolit

In der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins im "Landhaus" gab es jetzt keinerlei kritische Bemerkungen zu den personellen Vorschlägen des Vorstandes für die kommenden Kommunalwahlen. Die erneute Kreistagskandidatur von Heinz Grabbe wurde einhellig unterstützt. Neben ihm kandidieren für den Samtgemeinderat noch Jürgen Schmökel und Klaus Hartmann. Die endgültige Reihenfolge der Bewerber für den Gemeinderat soll erst bei einer Zusammenkunft am 8. Juni im Büro des Ahnser Bürgermeisters festgelegt werden. Der SPD-Ortsverein will insgesamt elf Kandidaten aufbieten. Dazu gehören neben Heinz Grabbe sein Stellvertreter Manfred Bamberg, der Fraktionsvorsitzende Jürgen Schmökel und weitere amtierende Ratsmitglieder. In Abwesenheit des Ortsvereinschefs Armin Tornau leitete dessen Stellvertreter Helmut Winkelhake die Jahreshauptversammlung. Er gab dem Kandidaten für den Posten des hauptamtlichen Samtgemeinde-Bürgermeisters, Oliver Keller, die Chance zu einer kurzen Vorstellung. Der sieht es nicht als Nachteil an, auf dem politischen Spielfeld in Eilsen als Neuling anzutreten. "Ich kann hier unvoreingenommen auf die Menschen zugehen und die wiederum auf mich", erklärte der Kandidat. Er wolle mit neuem Elan und mit frischen, kreativen Ideen die Samtgemeinde weiter voranbringen. Die Regularien der Versammlung liefen zunächst reibungslos ab, bis der Kassenprüfer Walter Bunte einen kräftigen Wermutstropfen in den Becher schüttete. Er bemängelte die hohen Beitragsschulden einiger Mitglieder, die sich in den letzten Jahren insgesamt auf rund 2000 Euro angehäuft haben. Die Versammlung erwartet, dass hier umgehend gehandelt wird. Immerhin stehen ja im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen höhere Ausgaben ins Haus. Die Ortsvereinsmitglieder erteilten auf Vorschlag von Heinz Grabbe dem Vorstand dennoch Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr. Der erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreffende stellvertretende Vorsitzende des SPD-Unterbezirkes, Bernd Hellmann, nahm zum Schluss der Jahreshauptversammlung einige Ehrungen vor. Im Vordergrund stand dabei die Auszeichnung von Heinz Grabbe, der seiner Partei seit einem halben Jahrhundert angehört. Neben seinem über 40-jährigen Wirken als Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde war er auch ehrenamtlicher Bürgermeister der Samtgemeinde und fungiert hier derzeit noch als Ratsvorsitzender. In Anbetracht der Tatsache, dass Heinz Grabbe noch eine Fülle weiterer Ehrenämter bekleidet, konzentrierte sich Bernd Hellmann auf dessen Arbeit auf Kreisebene. Der Jubilar ist immerhin schon seit 37 Jahren Kreistagsabgeordneter, fungierte als Mitglied und Vorsitzender mehrerer Ausschüsse und war über ein Jahrzehnt hinweg zweiter Stellvertreter des Landrates. Er ist Vorsitzender von zwei regional tätigen Aufsichtsräten und wurde vom Bundespräsidenten bereits mehrfach für seinen ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. Für 40-jährige Parteimitgliedschaft ehrte Bernd Hellmann den stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Helmut Winkelhake, der ebenfalls dem Ahnser Gemeinderat angehört. Winkelhake leitete bereits einmal etliche Jahre, damals als Nachfolger von Grabbe, den SPD-Ortsverein. Eine Urkunde und Nadel für zehnjährige Parteitreue erhielten Rüdiger Piel und Thomas Keller.

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