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SPD-Freundeskreis empfiehlt 58-Jährigen für Stadtrat und Dürig-Nachfolge

Heinrichsmeier soll's werden

Müsingen (tw). Die Kommunalwahl am 10. September wirft auch in Müsingen ihre Schatten voraus: "Um Ortsvorsteher Ekkehard Dürig (CDU) abzulösen - ein Wechsel, der längst überfällig ist - hat sich eine Gruppe von SPD-Freunden aus Müsingen einstimmig auf einen Kandidaten und damit Nachfolger geeinigt", berichtet Ernst Becker. Der langjährige Ortsvorsteher und Ortsvereinschef hat ihn dem Freundeskreis selbst vorgeschlagen: Gerhard Heinrichsmeier.

veröffentlicht am 13.03.2006 um 00:00 Uhr

Gerhard Heinrichsmeier

Der 58-jährige Installateur (jetzt: Rentner), der vom Freundeskreis zugleich als Kandidat für den Stadtrat nominiert wurde, ist seit über 20 Jahren SPD-Mitglied. Politisch ist Heinrichsmeier zwar - noch - ein unbeschriebenes Blatt, aber: Der gebürtige Bückeburger war mehr als 20 Jahre Personalratsmitglied im Rehazentrum Bad Eilsen. Der Vorschlag des SPD-Freundeskreises ist insofern offiziell, als Becker den Wunsch der Genossen auch in einem Brief an Stadtverbandsvorsitzende Grit Schmidt kundgetan und das Schreiben darüber hinaus an den Ortsverein Bückeburg und die anderen Ortsvereine verschickt hat. Unter der Überschrift "Politische Lage im Ortsteil Müsingen" heißt es in dem Brief unter anderem: "In den Wahlperioden meiner Ratsmitgliedschaft gab es eine Vereinbarung, dass wegen des geringen Wählerpotenzials in Müsingen dem Ortsteil Müsingen der vierte Listenplatz zugestanden wurde; lediglich seit Einführung der Frauenquote musste ich seinerzeit mit Platz fünf vorlieb nehmen." Um in Müsingen erneut eine SPD-Mehrheit zu erreichen, beantragt Becker daher, Heinrichsmeier auf Platz vier der Stadtratsliste zu setzen. Und bittet Schmidt dabei auch persönlich um Unterstützung. Hintergrund: Der SPD-Ortsverein Müsingen ist vor vier Jahren aufgelöst worden. Der "SPD-Freundeskreis Müsingen" hatte sich am 16. Februar als eine Art Auffangbecken zusammengefunden. An jenem Tag hatte Becker eine Gruppe interessierter Bürger zu einer Besprechung, die sich an einer festen Tagesordnung entlang hangelte, zu sich nach Hause eingeladen. An der Sitzung hatte nach Auskunft des Sprechersauch Bürgermeister Reiner Brombach teilgenommen.

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