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Halbe Stelle ab Januar ausgeschrieben / Jede Menge Grundlagenarbeit wartet / Förderverein ist in Planung

Heimatverein will einen Museumsleiter einstellen

Bückeburg (wer). Das Landesmuseumübt sich in der Politik der kleinen Schritte. Nächstes Jahr soll ein Museumsleiter eingestellt werden, der im Rahmen einer halben Stelle Kärrnerarbeit wie die Inventarisierung der umfangreichen Sammlung leistet. Von der Umsetzung eigener Modernisierungspläne ist man damit noch weit entfernt.

veröffentlicht am 14.11.2008 um 00:00 Uhr

Mit einer hauptamtlichen Kraft, so hofft der Vorstand des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins jedoch, können Fördertöpfe aufgeschlossen und eines Tages die Umgestaltung des Museums in Angriff genommen werden. Finanziert wird die halbe Stelle von der Stadt, die 45 000 Euro bereitstellt - eine Reaktion auf Abwanderungspläne nach Obernkirchen, die inzwischen (nicht zuletzt wegen der Förderzusage) zu den Akten gelegt wurden. Das Museum soll an Ort und Stelle verbleiben und, so jedenfalls der Wunsch des Vorstandes, mit einem Info-Clip zur Stadtgeschichte in Stadtführungen integriert werden. Die Ausschreibung für die neue Stelle läuft, bereits im Januar soll der Museumsleiter (oder die -leiterin) den Dienst antreten. Gesucht wird eine "kompetente", "kreative" und "kommunikative" Fachkraft, die sich, wie es in der Stellenanzeige heißt, "durch bescheidene Rahmenbedingungen nicht abschrecken" lässt. Im Landesmuseum muss praktisch ganz von vorne angefangen werden: Zunächst sind Verzeichnisse der Ausstellungs- und Archivobjekte zu erstellen - Grundlagenarbeit, die in der Vergangenheit versäumt wurde. Neben der Registratur fällt die Organisation des täglichen Betriebs und die Planung von Veranstaltungen in die Regiehoheit der neuen Kraft. Auf das Engagement von Ehrenamtlichen soll (und kann) dabei aber auch weiterhin nicht verzichtet werden. Die Stelle wird zunächst auf zwei Jahre befristet. "In dieser Zeit werden keine Wunder geschehen", dämpft Vorsitzender Wolfgang Vonscheidt die Erwartungen. "Aber der erste Schritt in Richtung Modernisierung wäre getan." In den nächsten Jahren will sich das Haus als "Museum im Wandel" präsentieren und Besucher über anstehende Arbeitsschritte und Veränderungen auf dem Laufenden halten. Experimentiert hat der Vorstand in den letzten Wochen mit einer "Eintritt-frei"-Regelung. Prompt wurde ein Anstieg der Besucherzahlen verzeichnet. Neben der personellen und inhaltlichen Neuausrichtung soll das Landesmuseum auch rechtlich, in der Struktur der Trägerschaft, auf neue Füße gestellt werden. Geplant ist die Gründung eines Fördervereins, der das Museum aus der alleinigen Verantwortung des Heimatvereins entlässt und auch andere Träger, allen voran die Stadt Bückeburg, mit ins Boot nimmt.



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