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Politik: Tor garantiert keine Sicherheit

Heimatbund will Schlossinsel vor Vandalen schützen

Rodenberg (bab). Der Heimatbund hat den Ausschuss für Heimatpflege nicht von der Idee überzeugen können, ein Tor am Zugang zur Schlossinsel zu installieren. Der Vorschlag, den der Verein unterbreitete, soll jetzt vom Verwaltungsausschuss (VA) besprochen werden. Außerdem wurde der Heimatbund aufgefordert, konkrete Kosten zu ermitteln.

veröffentlicht am 20.05.2008 um 00:00 Uhr

Wie Helmut Stille vom Heimatbund bei der Ausschusssitzung ausführte, solle das Tor zwei Funktionen erfüllen. Zum einen Schutz vor Vandalismus auf der Museumsinsel bieten, da es nachts abgeschlossen werde, zum anderen erfülle es repräsentative Zwecke. Mit einem Metalltor wolle der Heimatbund vermitteln, dass es sich bei dem Insel-Areal um einen besonders geschützten Bereich handele. "Wie groß sind die Schäden, dass sich ein Tor lohnt?", wollte Hans-Dieter Brand (SPD) von den Mitgliedern des Heimatbunds wissen. Stille und auch der ehemalige Vorsitzende Hans-Heinrich Anke versicherten, dass immer wieder Schmierereien am Mahnmal gefunden werden. Offenbar Jugendliche entsorgen dort Müll, darunter auch Scherben. "Das Denkmal sieht fürchterlich aus", sagte Stille. Zerdepperte Flaschen und Schmierereien seien an der Tagesordnung. "Sind die Beschädigungen dokumentiert?", fragte Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD). "Die Stadt muss ja wissen, was die Reinigung des Denkmals gekostet hat", antwortete Anke. Ausschussmitglied Sebastian Klein (CDU), der am Schlossgraben öfter angelt, konnte die Angaben des Heimatbundes bestätigen. Jedoch gab er Döpke recht, die bezweifelt hatte, dass Beschädigungen und Beschmutzungen nur in der Nacht vorkämen. Klein gab an zwischen 16.30 und 21.30 Uhr dort schon Jugendliche beobachtet und angesprochen zu haben. "An manchen Tagen ist aber auch gar nichts los", so der Ratsherr. Klein regte an, ebenso wie die Freibäder, den Platz mit Videokameras zu kontrollieren. Der Ausschuss beschäftigte sich außerdem mit den Kostenvoranschlägen, die der Heimatbund vorgelegt hatte. Weil die Angebote nicht vergleichbar waren, wurde der Verein gebeten, die Kosten neu zu ermitteln. Brands Vorschlag wurde angenommen, das Thema im Verwaltungsausschuss und im Rat behandeln zu lassen.



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